Druckschrift 
Diplomatische Geschichte der alten Grafen von Ravensberg : mit einer Geschlechtstafel, Landkarte und Sammlung von CXXXIX Urkunden
Entstehung
Seite
48
Einzelbild herunterladen
 

48

Geschichte der Grafen

Macht gegen gedachte Vestung, und Graf Otto von RavenSberg, un-geachtet seiner nahen Verwandschaft mit dem Lippischen Hause, schlugsich zu ihnen mit der Stadt Herforden. Der damalige Bischof vonOsnabrück war sein leiblicher Bruder. Engern wurde also belagert,erobert und zerstöhret. Die ganze Besazung mußte sich zu Gesänge,nen ergeben, und diese wurden unter die Belagerer, nach dem Ver-hältnisse ihrer Mannschaft, verteilet. Der Bischof Otto von Pader»born überlies seinen Anteil unserm Grafen und der Stadt Herforden,X. I.XXIII. vermög eines besondern zu Bilefeld ausgestellten Scheins vom 22Herbstmonat 1302. Sigmund von der Lippe selbst mußte in eine har-te Gefangenschaft nach Osnabrück wandern, aus welcher er erst imZare iZOZ unter schweren Bedinguissen entlassen worden ist 6).

Daß Graf Otto von Ravensberg um eben diese Zeit gewisse Gü-ter von einem Ritter, Namens Niklaus von dem Thurn, gekaufet,und hingegen wieder andere an einen Edelknecht, Namens Bodo Ske-X.I.XXII. le, für 23 Mark Pfenning versezet habe, belehren uns zwo teils vonX. I.XXIV. Grasen Johann zu Bentheim, teils von dem Bischöfe Otten vonPaderborn ausgefertigte Briefe.

Die lezte Handlung, welche wir von ihm anzugeben wissen, warX. I.XXV. der Verzicht auf einen gewissen Zehnden zu Gunsten der Abtei Zburgim Zare 1304, in Gegenwart seines Bruders Ludwig des Bischöfenvon Osnabruk. Wir können zwar weder den Tag, noch das Zar sei»nes Todes bestimmen. Zedoch ist so viel gewiß, daß er im Wonne-monate 1306 nicht mehr am Leben gewesen e). Z.XXXVIIl.

6) epi/co/?. ap. t. 11, p.

222. lg.

e) In Herrn Grüsners diplomat. Veitr. 2 St. p. 64 gibt Xenricns (llolon.nrckiex. nobili matrone t/cie, /Le roML» ck

lexitims tornli nodili» vir! zoksnnis äomini 6e I-^mpurz; uwmkrudtnm bonor. in Leebacb. Ost. Loion. craklnopentkecottss izo6.