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Diplomatische Geschichte der alten Grafen von Ravensberg : mit einer Geschlechtstafel, Landkarte und Sammlung von CXXXIX Urkunden
Entstehung
Seite
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von Ravensberg.

den war. Der damalige Probst war Heilwich, ein gebohrner Graf X. XXM.von Waldeck, und sein Bruder Adolf war Schirmvogt dieser Kirchen.

Die Sache wurde endlich dahin vertragen, daß die Abtei gegen ihr eh-maliges Eigentum den gräflichen Hof zu Drever und die Gemeinschaft derWeidgerechtigkeit erhielt. Es stunde nicht lang an, so brachte es GrafLudwig durch seinen Schwager, den Bischof von Paderborn, dahin, H-XXV.daß ihm die Schirm-und Kastenvogtei von Schildesche aufgetragenwurde; ein Recht, welches von dieser Zeit an beständig bei der Graf-schaft Ravensberg verblieben ist.

In solcher Eigenschaft verpflichtete er sich feierlich, diesem adeli-chen Stift in allen Fällen nach Vermögen mit Rath und That beizuste- XXX.hen; begab sich auch zu dessen Gunsten seiner Zehndgerechtigkeit in ei-nem gewissen Ackerfeld , welches noch kurz vorher Waldung gewesen.

Der Wald hies Sutholt, und gehörte der Abtei , welche solchen zuihrem bessern Nuzen hatte umhauen und urbar machen lassen. Hinge-gen thaten die Stiftsfräulein vollkommen Verzicht auf allen ihnen vonjeher durch die Ravensbergische Grafen und die Stadt Bilefeld zuge-fügten Schaden, wie auch aus den von dem Probste Heinrich durch ei- N-XXXI.nen besondern Vertrag ihm übergebenen Hof Limberg. Alles diesesgeschahe im Weinmonate des Zares 1244.

§. XXVI.

Schon zu Aitfange dieses Jares hatte unser Graf Ludwig seineGüter zu Barmen, welches mit Beienburg noch heutiges Tages ein N. XXVI-besonderes Amt des Herzogtums Berg ausmacht, an den damaligenneuen Herrn der Grafschaft Berg, Herzog Heinrich von Limburg,verkauft. Worin diese Güter bestanden, wird nicht ausgedruckt.

Sie müssen aber doch beträchtlich gewesen seyn., weil nebst dem Kauf-

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