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Diplomatische Geschichte der alten Grafen von Ravensberg : mit einer Geschlechtstafel, Landkarte und Sammlung von CXXXIX Urkunden
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Geschichte der Grafeu

anders bedeuten kau, als Schwager» Es kommt in solchem Ver-stand auch anderswo vor 5). Und so erkennen wir, daß die GräfinGertrud, Ludwigs Gemalin, eine Schwester des Bischofen, wie auchdes Erzbischofen Gerhards von Bremen, hiemit aus dem herrlichenGeschlechte von der Lippe müsse gewesen seyn. Eben dieses giebt unsauch den Aufschluß zu allen bisher angeführten Handlungen des Grafenmit beiden Kirchen.

Im Monate Zänner 1240 half Graf Ludwig von Ravensbergmit den Bischöfen von Münster und Osnabrück und mit einigen andernGrafen und Herren zwischen zween Herren von Steinfurt, Ludolf demjüngern und seines Vatters Bruder, Ludolf dem ältern, wegen derHerrschaft Steinfurt einen gütlichen Vergleich stiften, welchen erauch in dem schriftlichen Aufsatz desselben mit Beifügung seines Siegelsbekräftiget hat g).

F. XXV.

Im folgenden Zare kam es zu Dornberg zwischen ihm selbst undder Probstei Schildesche zu einem andern Vergleich. Wir haben obengesehen, daß der Graf von der Aebtißin Mechtild einen Wald und Bergfür die Stadt Bilefeld erworben habe. Mir dieser Veräusserung warder Probst, welcher eigentlich die Obsorge und Verwaltung der Güterder Kirche von Schildesche auf sich hatte, um desto weniger zufrieden,weil gedachte Mechtild gegen seinen Willen zur Aebtißin erwehlet wor-den

k) Siehe Gam. LenzenS Abhandl. von den mannichfachen Bedeutungender lateinischen VerwandtschaftS-Namen bei den Scribenten. mittler Zei-ten S. 34.

s) In ^0. ZÄnFtt comit. coä. älpl. n. XXII, tab. I,