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Diplomatische Geschichte der alten Grafen von Ravensberg : mit einer Geschlechtstafel, Landkarte und Sammlung von CXXXIX Urkunden
Entstehung
Seite
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von Ravensberg.

bei sechs tausend Sredinger erschlagen worden sind c). Unser GrafLudwig muß nebst dem Grafen Heinrich von Oldenburg, welcher darinumgekommen, und vielen andern Herren dabei gewesen seyn. Denngleich im folgenden Zare beschenkte ihn obgedachter Erzbischof zu Bre-men, wegen geleisteten wichtigen Diensten und gehabten grossen Ko-sten, mit fünfzehen freyen Gütern in dem Stedingerland, welche er XXI.jedoch von der Kirche zu Lehen tragen sollte; ja er gestattete ihm auchbald hernach das Recht, seiner Gemalin Gertrud auf den Bremischen Xo. XXII.-Lehen eine Leibzucht oder lebenslängliche Nuzniesung derselben zu ver-schreiben.

§. XXIV.

Vilefeld hatte bisher keine eigene Pfarrkirche, sondern war indie benachbarte Kirche von Hepen eingefarrct, ein Beweiß, daß dieserOrt bei weitem keine so alte Stadt sey, als ihn Meinders und anderedafür ausgeben wollen ci). Er muß erst damals zu einem gewissen An-sehen gekommen seyn; als ihm Bischof Bernhard von Paderborn imZare 1236 einen besondern Seelsorger, jedoch mit dem Beding, gestat-tete, daß eine jede Haushaltung der alten Mutterkirch jarlich aus Aller-heiligen einen Heller bezahlen sollte, so lang bis die Inwohner mit ge-dachter Mutterkirch sich auf eine andere Art abgefunden haben wür-den s). Merkwürdig ist, daß dieser Bischof Bernhard unsern GrafenLudwig seinen Locsruin nennet; welches Wort hier nicht wohl etwas

anders

e) Siehe 1. c. 97 lg.

ä) In lllulemanns Ravensb. Merkw. z Theil S. 9.

e) t. II, P-IF. zo. Lulemann Ravensberg«

Merkwürdigkeiten 3 Theil S. 163.