Geschichte der Grafen
len. In einer gedruckten Urkunde a) vom Zare 1240 wird einesGrafen Otten von Dlothowe gedacht, von welchem die Her-ren zu Steiufurt eine gewisse Grafschaft in Nortland zu Lehen getra-gen haben, und dieser Graf Otto ist aller Wahrscheinlichkeit nach ebenderjenige, von welchem wir bisher gehandelt haben.
Von Ludwig I Grafen zu Ravensberg.§. XXIII.
^^as Geschlecht der Grafen von Ravensberg wurde also durch OttenII Bruder Ludwig fortgepflanzet, welchem in der Theilung das Stamm-haus und die Stadt Bielefeld zugefallen waren. Er hat im Zare12ZZ von der Aebtißin Mechtild zu Schildesche einen Wald und Berg,Xc>. XX. an Bileseld, mit 40 Mark Silbers für diese Stadt erkaufet,
und dem Erzbischofe Gerhard von Bremen gegen die wegen einem er-schlagenen Priester mit dem Kirchenbann belegte Stedinger und gegenden Herzog von Braunschweig treulich beigeftanden. , Pabst GregoriusIX hatte den Bischöfen von Razeburg, Minden und Lübek einen soge-nannten Kreuzzug gegen diese Widerspenstige und der Kezerei, odervielmehr des Aberglaubens, beschuldigte Stedinger in allen Westfäli-schen und Niedersachsischen Landen zu predigen aufgetragen d). DasStedingerland ist ein Theil der heutigen Grafschaft Delmenhorst, zwi-schen der Weser und der Hunte. Nach vielem Streit und Blutvergies-sen kam es im Zare 12Z4 zu einem entscheidenden Treffen, in welchem
bei
a) /»/?. coä. äixl. num. xxii.
d) I.incienö-'oZ-. pSA. 171. momlm. tom. ri»
col. 2066.