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Diplomatische Geschichte der alten Grafen von Ravensberg : mit einer Geschlechtstafel, Landkarte und Sammlung von CXXXIX Urkunden
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von Ravensberg.'

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§. XXII.

Unser Graf Otto sowohl als seine Gemalin und Tochter müssenüberhaupt keine gar gute Haushälter gewesen seyn. Denn nicht nurverschenkten sie vieles bei ihren Lebzeiten , sondern verkauften auchdaö übrige an das Bistum Münster, Güter, Lehen und Dienstmän-ner. Bischof Otto von Münster, ein gebohrner Herr von der Lippe,bezeuget solches ausdrücklich in einer Handfeste, welche er nach desGrafen Tode dessen gewesenen Dixnstmännern ertheilet hat. Von derHerrschaft, oder wie sie auch einige nennen, Grafschaft Vecht gestehetdie Tochter des Grafen in dem schon angeführten BersenbruckischcnBriefe vom Zare 1251, daß solche veräussert sey. Sie ist noch heuti-ges Tages ein ansehnlicher Theil des bischöflichen Fürstentumes Mün-ster , in dessen zu grossem Nachtheil der Westfälischen Geschichte nochnicht eröfneten Briefgewölbe der Kaufbrief hievon befindlich seyn muß.

Von der Herrschaft Blotho an der Weser ist die Sache noch dunk-ler. Hamelmann in seiner Oldenburgischen Geschichte 2) schreibet vondem Grafen Heinrich von Oldenburg, der Bogner zugenannt, daß erdie Erbtochter von Vlote zur Gemalin gehabt, und wir besitzen denStiftungsbrief eines im Iare 1258 von besagtem Heinrich und Grä-fin Elisabeth in der alten Burg zu Vlotouwe angelegten Frauenkloster, xxxvur.Diese Umstände zusammengenommen, bringen uns aufdie Gedanken, daßjene Elisabeth auch eine Tochter unsers Grafen von Ravensberg gewe-sen seyn müsse. Da sie aber keine Kinder hinterlassen hat, wie Ha-melmann ebenfalls bezeuget, so ist die Herrschaft Vlotho, wie wir her-nach sehen werden, wieder an die Grafschaft Ravensberg zuruckgefal,

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2) Oldenburg. Chronic 1 Theil, si Kap»