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Diplomatische Geschichte der alten Grafen von Ravensberg : mit einer Geschlechtstafel, Landkarte und Sammlung von CXXXIX Urkunden
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Geschichte der Grafen

seiner Hefhaltung die Heil. Weynachtstage zubrachte, war Hermannnicht ein bloser Zuschauer dessen, was vorgieng, sondern er stellte sichgegen den Grafen Gerhard von Geldern als Kläger dar, daß cr einFeind des Königes sey; gleichwie mehrere Fürsten und Herren desReichs als Aithanger des Hohenstaufischen Hauses sich damals verdach-tig gemacht hatten. Der Beklagte bekam eine gewisse Frist, sich zuverantworten, und diese Verantwortung geschahe auf das darauf fol-gende Fest Marien Lichtmeß zu Köln, wo er seine Schuld aufrichtigerkannt, und dem beleidigten Lothar auf Gnad und Ungnad sich erge-ben hat u). Man siehet hieraus, wie eifrig Graf Hermann seinemKönige ergeben war, und ohne Zweifel ist sein Eifer mit Verleihungeines oder des andern Lehens auch belohnet worden.

Eine kaiserliche Bestätigung der bei Nheda gelegenen und vonRudolfen, edlen Herrn von Steinfordon, gestifteten Abtei Claholt beleh-ret uns, daß chierm-umus cames üe Gnluerlage im Zare 11Z4 nocham Leben, und am kaiserlichen Hofe gewesen sey. Denn er wirdmit vielen andern Grafen und Herren als Zeug darinn angeführet x).Man vermisset zwar in dieser Bestängungs-Urkunde den Ort und Tag,an welchen sie ertheilet worden. Ich vermuthe aber, daß solches zuKölln geschehen, allwo Kaiser Lothar die Heil. Weynacht und zugleichdas neue Zar gefeiert hat, nach dem Zeugnis des Sächsischen Annali-sten um desto mehr, weil der Erzbischof Norbert von Magdeburg,

welcher

und nennet unfern Hermann (a/vo/aFe/ womit die in /'s/-

monAM. inesti?. trimekrir, g. 8 befindliche excer^ta ex cbrou. Loloiz,sntiguo übereinstimmen.

n) I. e. col. 662.

x) Siehe <A'A??Fii //ist. Se«t/?eiM c<?6. ächt. p. z6r. Ein Auszug hievenfindet sich in NKN. /'acie-'ö. t. 1, x. ^zjj: