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großem verschonen, getragen, der aber nunmehr das Maaß seiner Boßhciterfüllet hat, über welchen nunmehr in dem heiligen Rathe jener ewigenWächter das strenge Urtheil gefällt wird: Haue ihn ab, was hindert erdas Land!
An jenem zeigt der Ewige seine erbarmende Güte in ihrem vollenGlänze, indem er ihm den schwehren Uebcrgang in jene gesegneten Häuserdes Friedens gar sehr erleichtert, indem er ihn bald von dem Leibe diesesTodes bcfreyet, indem er ihn geschwind durch die Schrecken dos Todes zu den,seligen Anschauen des Dreycinigen Gottes hindurch führet. An diesem offen-bart sich der Eifer des Herrn Zebaoth in seiner fürchterlichen Größe, indemer ein solch unwürdiges Gefäße des Zorns nicht länger duldet, sondern dasselbenun auf cinmahl durch seine Rache zerscheitert und an den flüstern Grt derewigen Enal hinab stürzet. Herr, so schwchr, so schrecklich Deine Gerichte überunbußfertige und beharrliche Sünder sind, so liebreich, so gnädig sind deineWege Key deinen frommen und gehorsamen Kindern, wenn ein plötzlicher Todihre zeitliche pilgrimschaft schnell endigt und sie ganz unvermuthet aus derGesellschaft ihrer Brüder hier auf Erden hinweg reißt.
Es ist ein sicheres Konnzeichen eines verständigen Herzens, wenn manauf das, was um und neben uns vorgehet, weißlich Achtung giebt, wenn manaus fremdem Schaden klug wird, wenn man immer Key sich selbst denkt, daßes uns auch also gehen könne. Plötzliche Todesfälle, welche andere betreffen,sollen vornehmlich dergleichen gute Gedanken in unfern Seelen erwecken undhervor bringen. Denn wer nntcr den Sterblichen besitzt eine gewisse Ver-sicherung, daß ihm an, morgenden Tage, ja vielleicht noch in dieser Stunde,nicht eben der traurige Zufall begegnen könne, welcher jetzt einem andernganz unvermuthet das Leben raubet? plötzliche Todesfälle predigen allen,die jetzt noch auf Erden leben, die wichtige Wahrheit, es kann vor Nachtleicht anders werden, als es am frühen Morgen war, denn weil wir lebenauf der Erden, sind wir in steter Todsgcfahr! plötzliche Todesfälle geschehenalso verstockten Gemiithcrn zu einer heilsamen Warnung, sicheren Seelen zueiner kräftigen Erwcckung, frommen Herzen zu einer starken und täglichenErinnerung an ihr „„gewisses Ende.
verstockte Gomiither, welchen der Gott dieser Welt ihre ungläubigenSinne verblendet, daß sie immer hingehen im Finstern, achton die größtenWahrheiten der Religion, die nachdrücklichsten Warnungen, die liebreichstenErmunterungen, die beweglichsten Vorstellungen geringe. Verheißungen undDrohungen, Wohlthatcn und Strafen können wenig oder nichts bey ihnenausrichten. Sie gehen immer fort ans einmal betretenen Wegen der Un-gerechtigkeit. Sie häufen täglich Sünde mit Sünde und eilen also ihremeigenen verderben mit Vorsatz und mit geschwinden Schritten entgegen. Istnoch etwas, das einigen Eindruck auf ihr hartes Herz macht, das sie zu einen,heilsamen Nachdenken erwecket, so ist es der Tod, so ist es ein schneller Tod,der einen andern plötzlich zu Boden stürzt, der wohl die Ihrigen schnell vonihrer Seite reißet, der auch ihnen dabey gleichsam stillschweigend diese großeLehre, diese heilsame Warnung ertheilt: ach! wie gar nichts sind doch alle