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3 (1894) (Geschichte der 1822 bezw. 1867 im Mannstamm erloschenen Häuser Posewitz und Casekirchen (Tümpling)) : mit Urkunden-Anhang, Bildnissen, anderen Kunstbeilagen, Nachträgen und Berichtigungen zu den drei Bänden, zwei Siegeltafeln, zwei Handschriftentafeln, General-Register für die drei Bände und dem Stammbaum von der Theilung in Linien an
Entstehung
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die höchste wcißheit und Güte nothwendig überall nach guten und heiligenAbsichten handeln.

Unter der großen und unzählbaren Menge crschaffner Dinge ist wohlkein Geschöpfe anzutreffen, für dessen wahre und innner währende Wohlfahrtund Glückseligkeit der kjohe und Erhabene mit einer gcnauern und liebreichemVorsorge wachen sollte, als dasjenige, das er nach seinem Bilde geschaffen, alsdasjenige, das er mit dem unschätzbaren Blute seines einigen Sohnes vondein ewigen verderben so theuer erkauft hat. Ist dieses, so muß Gott noth-wendig überall sein Bestes suchen, so muß er bei allen Verhängnissen, welchevon seinem unveränderlichen Rathschluße herkommen, es jederzeit gut mit den-selbigen ineyncn, so kann er nichts unternehmen, was ihm nachthcilig undschädlich seyn sollte. Der vergängliche Mensch ist, so lange er hier im Fleischewallet, mancherley großen Veränderungen unterworfen, welche ihm aber nichtohne ein höheres verhängniß begegnen. Doch die Veränderung, welche mitihm in seinem Tode vorgehet, ist gewiß die aller wichtigste und vornehmste,denn auf dieser beruht sein ewiges Wohl und sein ewiges wehe. In wasfür einer Gcmiithsverfassnng, in was für einem Seelenzustande wir die gegen-wärtige Welt verlassen, in eben dieser Verfassung, in eben diesen. Zustandegehen wir in die Ewigkeit, und bleiben auch hernach, ohne die geringste Ver-änderung, beständig darinnen. Stehen wir nun in der Stunde des Todesboy unfern, Gott in Gnaden, so haben wir ewige Freude zu hoffen. Befindenwir uns noch alsdann im Stande dos Zornes, so wird derselbe in alle Ewig-keit fortdauern und bis in die unterste ksölle brennen. Nirgends kann alsojener gütige Vater der Menschen den überschwenglichen Roichthun, seiner Er-barmnng herrlicher an uns offenbaren, als in der gnädigen Vorsorge für unserEnde, ksier hegt seine ewige Güte und weißheit gute, gerechte und heiligeAbsichten, sowohl wenn er uns durch einen plötzlichen Tod ans dieser ver-gänglichen Welt schnell hinweg nimmt, als auch, wenn er uns nach einemlangwierigen und schmerzhaften Siechen die gewünschte Ruhe in unser», Grabegewährt.

Der ewige Liebhabor der Menschen mepnct es alsdann gut mit denen,welche, d urch einen schnellen Abschied ans der Zeit, dieses Land, das Land derLebendigen, plötzlich verlassen müßen; aber heget auch zugleich für diejenigengnädige und heilsame Absichten, welche dergleichen plötzliche Abruffungen ihrerBrüder mit ansehen und wohl gar selbst solche geschwinde Todesfälle an ihrenLieben und Freunden erfahren müßen.

Der Tod ist der Sünden Sold, und er ist darum zu allen Menschen hin-durch gedrungen, dieweil sie alle gesiindigct haben. Allein, bald tritt er ganzlangsam, bald aber mit schnellen Schritten, in unsre Zimmer; die Menschen,welche ein geschwinder Zufall darniederschlägt, sind von zweperlep Gattungen,heute sinkt ein Gerechter, der schon lange in einer guten Bereitschaft auf seinEnde gestanden, der die Gerechtigkeit des Glaubens und des Lebens un-zertrennlich mit einander verbunden, ganz unvcrmuthet in seinen, Laufedarnieder. Morgen vielleicht wird ein Ungerechter schnell und plötzlich inseinen Sünden dahin gerissen, den die göttliche Langmuth lange, und mit