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3 (1894) (Geschichte der 1822 bezw. 1867 im Mannstamm erloschenen Häuser Posewitz und Casekirchen (Tümpling)) : mit Urkunden-Anhang, Bildnissen, anderen Kunstbeilagen, Nachträgen und Berichtigungen zu den drei Bänden, zwei Siegeltafeln, zwei Handschriftentafeln, General-Register für die drei Bände und dem Stammbaum von der Theilung in Linien an
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Dieses alles ist also mein letzter und liebster Wille, welchen ich, nachmeinem secligen Abschiede ans dieser Zeitlichkeit, unverbrüchlich gehalten wissenwill, gestallten denn derselbe, wo nicht als ein zierliches Testament, dennochwenigstens als ein voäioiil, pläsioorurrnss oder als ein anderer Recht be-ständiger letzter Wille, angesehen und erhalten werden soll.

Dessen zu Urkund habe ich diesen meinen letzten Willen, bcy annoch voll-kommenen guten verstände, wohlbedächtig aufgesetzet, durch eine bcglaubtePerson zu Papieren bringen lassen, auch nachdem ich selbigen genau durchlesenund in allen Punkten und Tlausnln moyner Meynnng völlig gemäß befunden,auf allen Seiten eigenhändig unterschrieben und besiegelt. So geschehenMerseburg, den ^772.

In vorstehenden 5 z Blättern ist mein letzter Wille wohlbedächtig abgefaßtzu befinden, und ich habe das vertrauen zu meinen lieben innen benanntenErben, daß sie solchem in allem in Friede und Einigkeit nach leben werden,damit sie auch den Segen von dein Herrn, der in der Höhe wohnet, zn gewartenhaben mögen, welchen Segen ich ihnen gleichfalls von ganzem Herzen anwiinsche.

(V. 8.) Heinrich Tarl von Tümpling

mit eigener Hand.

Daß vorstehende 58 Blatt Abschriften mit denen bcy hiesigen Gerichtenvon dem hochscel. Hrn. Dom-Propst v. T. niedergelegten und am 58. Juni577Z Hieselbst pudlioirtsu ?sstnmsuts von Wort zu Wort gleichlautend sichbefinden, solches wird pp.

si^n. Blösien, den 2a. Juni 577-5.

Hochadel. Tiimpling'sche Gerichte zn Blösien,(gez.) Tarl Gottlieb Miller, Ger.-Verwalter.

11. Rede am Carge von Heinrich Carl von Tümpling auf Blösienund Tümpling (f6H).

Rlersebnrg, (773 Rlai f6.

I- N. I.

Hochwürdigc und Hochwohlgebohrne,

Hochedelgcbohrne, Hochwohl- und Wohlehrwürdige, Hoch- und Wohledle,Veste und Hoch- und Wohlgelahrte,

Allerseits nach Stand und Würden Hochgeschätzte Anwesende!

Schnelle Veränderungen, plötzliche Zufälle, nnvernmthete Begebenheitensetzen die Gemüther der Sterblichen billig in Verwunderung und Erstannen,ja wohl gar in eine zitternde Furcht, Angst und Bangigkeit, in ein gerechtesund bebendes Schrecken. Sind die vorhängniße, welche so plötzlich über unskommen, unangenehm und traurig, so ist auch dabei die Bewegung viel stärker,die Wehmuth viel größer, welche unser ganzes Herz erschüttert. Auch das ge-setzteste Gemüth wird durch plötzliche Zufälle beunruhigt, und weiß sich nicht

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