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Jüngsten Jungfer Tochter am anderen theil, Nachdem HochEdelgedachter dervon Tiimpcling durch den Hochfllrstlich Sächsisch Mcrseburgschcn Hauß-Marschallden Wohlgebornen Herren Herrn Moritz Gottfricdt Marschall von Biebersteinnicht nur vorhero Wohlermelten Melchior von Bottfelden und deßcn Ehe-liebsten, der Wohlgebohrnen Niel Ehr- und Tngendtbclobten Frauen MarthenCatharinen gebohruen von Burckcrsroda sondern auch in eigener Person DeroJüngsten Jungfer Tochter, Johannen Barbaren von Bottfeldin, selbsten seineuff Sie beständig gerichtete Eheliche Liebe und Zuneigung zu erkennen ge-geben und nmb Dero Gegen-Liebe und Eheliche Versprechung gebllhrendtersuchen und bitten laßen mit wiederholtster Göttlicher Anruffung, auch beyderVerliebter Personen eigenen Freyen Willen und Iawortt, auch (Zonssns beyder-seits rssxsolüvs Eltern und Frenndtschafft, eine nach Göttlicher und der Christ-lichen Kirchen-Grdnung rsAulirtö Ehe bis auff Priesterliche Einsegnung der-gestaldt Verbllndtlich abgeredet und beschloßen worden: Daß zuförderst beydenunmehro HochAdeliche Verlobte einander, wie es Gottes Gebot und die Ehe-liche Pflicht erfordert, in ihren künfftigen Ehestande und dabey nach desHöchsten Willen sich etwa ereignenden Glück, Unglück, Lcibes-Schwachheit oderWiderwärtigkeit Lebenslang Hertztreulich auch beständig Lieben und Ehren,aus gantz keinerley Ursachen oder Noth verlaßen, sondern gegen einander alsoerzeigen und verhalten wollen wie Ehrlicbonden Adelichen Ehelcuthen wohlanstehet, und Sie dadurch Gottes Secgcn, Key der Erbaren Weldt aber LobZnerlangen gedenckcn, Zu welchen Löblichen Vorsatz der Barmhertzige undAllgewaltige Himmels-Herr das gesegnete L.msn sprechen, von diesen NeuenEheleuthen alles Unglück ab- und Ihnen hingegen Reichen Seegen sambt allerselbst verlangten zu See! und Leib ersprießlichen Glücksecligkeit mildiglich Zu-wenden wolle.
Damit aber die Jungfer Braut Ihres geliebten Herrn Vaters beständigeZuneigung thätlich vcrspiihrcn, der Herr Bräntgam aber die Ousra, des künff-tigen NÄtrirnouii umb so viel füglicher tragen möge, So verspricht HerrMelchior von Bottfeldt hiermit, seiner Geliebten Tochter Johannen Barbarenvon Bottfeldin über das, was bey der Hochzeit auffgewendet und Sie an be-nöthigten Schmuck Kleidung auch viehe- und Hauß-Rath bekommen, ZwölffHundert Gulden, alß Sieben Hundert Gülden alsofort nach gehaltenem Bey-lager aus den Väterlichen Erbe und fünffhuudcrt Gulden von denen mit Lcm-ssns des durchlauchtigsten Lchnhcrrn und der Mitbelchntcn am t4- VsesiuhristS73 verglichenen und aus dem Lehugnth Blösien von denen Lehensfolgcrnzu Ausstattung der Töchter versprochenen Zwei Tausendt Gulden UkcißnischerWehrung, als 2t gute Silbcrgroschen vor Einen Gülden gerechnet, mit Zu-geben und Ihren künfftigen Ehe Herrn seinem Herrn Eydam, deine von Tümpe-lmg, uf obige maaße gegen genügsamer (Quittung wegen seiner Jungfer Tochter,als dcro Heyrath-Guth an guter schwchrer und unverbothener Reichs- undSilber Müntze ZubeIahlen, von welchen Zwölffhundert Gülden Er Sechß-huudert Gülden Zu Befreiung Seiner Lehen- und Ritter-Güther Bosewitzund Zöthen, und Sechßhnndert Gülden Zu Anbau- und Lieberirung der Krafftgnädigst ertheilter Anwarttung des nach Gottes willen künfftig anfallenden