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Posewitz noch Alerseburgischer Oberjägermeister blieb (S. HZ). Erkonnte sich nun seinen Gütern widmen, zu denen Vetschau hinzu-gekommen war.
Herzog Aloritz Wilhelm hatte Vetschau bei Aalau in derNieder-Lausitz*, nachdem sein Vater Herzog Christian II. Vetschau5633 von Christian Dietrich von Zchlieben für 5?000 Thaler ge-kauft und es zu einem Amt gemacht hatte, am 55. October 5752an Otto verkauft. Aber schon nach drei Jahren entäußerte sichOtto dieses kostbaren^ (seit dein prager Frieden von 5623 kur-sächsischen) Besitzes, indem er zu Vetschau am 5Z. Februar 5753ihn, ohne Inventar, für 26ZZ8 Thaler 53 gr. (welche Summe biszur Alichaclismcsse dieses Jahres zu zahlen war)^'^ wieder anChristian Dietrich von Schlieben auf Stradow verkaufte. —
^Vetschau Hatto in der zweiton Hälfte des ^.Jahrhunderts denvon Strehle, von Torgau und von Biberstein gehört, von ^Z87—er-scheinen dort die von Panncwitz, bis c. die von Zabeltitz (Zabeltitz), vonda an bis tsss die von Schlicken.
Christian Dietrich von Schliebcn verkaufte das von Gtto wiedcrgckausteVetschau im Jahre für s?ooo Thlr. an die Herzogin Emilie Agnes vonSachsen-Weißonfols, geb. Gräfin Reuß j. L., Wittwe des Herzogs Friedrich(ch tAZ) sie war in erster Ehe vermählt gewesen mit dem Grafen Bal-thasar Erdmann von Promnitz. Nach ihrem im Jahre ;72y erfolgten Todekam Vetschau an ihren Enkel, den Sächsischen Cabinetsministcr Grafen Erd-mann von Promnitz-ploß, in dessen Familie es bis zu deren Erlöschen imJahre ;?3S blieb. Bis besaßen es dann die Grafen Reuß j. L.; indiesem Jahre kaufte es für 72000 Thlr. der, ^806 in den Fiirstenstand erhobene,Graf Moritz zu Lynar-Drehna. Sein Sohn verkaufte ^8-52 den Besitz an denGrafen Ponrtalcs, von welchem er successive an die Herren Knitling, Sieg-mund und Giihne kam. Von des Letzteren Erben kaufte es im Jahre (37Zder preußische Genoral Graf Albort zu Lynar für qssooo Mk., nach dessen imJahre ;88? erfolgten Tode sein älterer Bruder Graf Maximilian, FreierStandesherr von Lübbenau, es überkam.
Das Schloß ist (nach einer Aufzeichnung von t?2v) in's Geviert vonSteinen durch und durch erbaut, mit einem breiten Wassergraben und einerAufziehbrllcke vorsehen; der vordere Schloßhof hat zwei steinerne Gebäude, da-vor noch ein Wassergraben mit langer Brücke; der untere Hof hat ein großessteinernes Gebäude — Alles außerhalb der Stadt.
Schliebcn konnte so schnell doch nicht zahlen; aber bis Anfang desJahres x7(Z hatte er das Kaufgeld bis auf (Zoo Thlr. gezahlt.