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müssen, sonderlich auch dadurch, daß eine unversehens FeuersbrunstKreipitzsch, ein ganz Stockwerck und die vornehmsten Gemächer,verzehret und in die Asche geleget, wobey sie groß Schrecken aus-stehen und ein ehrliches einbüßen, auch mit großen Unkosten dasverbrandte wieder auffbauen lassen müssen. Lumma: Sie hatfahren, lauffen und rennen müssen, bey diesen schweren Zeiten dieRittergüter in Stande zu erhalten."
Dabei war Dorothee von so schwacher Gesundheit, daß siesich frühzeitig auf ihren Tod vorbereitete. Sie war eine wahr-haft fromme Frau. Der Pfarrer von Saaleck berichtet von ihr:„Sie hat sich nicht verdrießen lassen, den schweren und gefährlichenWeg zu hiesigen: Gotteshause mehr zu treten und zu gehen, alszu fahren. In Anrichtung und Vermehrung des Airchen Zier-rathes ist sie sonderlich emsig gewesen, hiesigen Altar hat siegantz mit seidenem zeuge, nebenst einen dergleichen Tüchlein, beiaäministrirunZ- des h. Nachtmahls, alles mit guten SilbernenSpitzen, uff's Sauberste gemachct, beschenket, diese Ranzel be-kleidet . . . Was sie zu beyden Orgelwerken in dieses KirchspielsKirchen, desgleichen zu Wiederumgießung der großen Glocken imtiliulo kleinen geringen gethan und gereichet, ist rühmlich undlobwürdig" und doch sei sie „sehr offters mit Undanck belohnet."
„Wie dcmüthig und seind alles Mermuths und prachts siegewesen, hat die Tracht und Augenschein bewiesen, daß sie selbstauch wohl deshalben von ihres Gleichen heimlichen oder öffentlichen verachtet worden, ob sie wohl auch mit Gold, perlen undTdelgesteinen, Sammet und Seiden, ohne ihren Schaden, prangenkönnen."
„Nut allen diesen wahren Ruhme will die Wohlselige ich zukeiner Heiligen und Sündenlosen gemachet, besonders ihre kundbarentagenden und Gottesfurcht, unverhohlen, ohne heuchele^, beweinetund gerühmet haben. Indessen aber nicht zu leugnen, daß sieeine arme und grosse Sünderin gewesen, die ihre Mängel gehabt,