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gewust, gefühlet, bekant, hertzlich bereuet und zu verzeihen demüthiggebeten, Welches etwa?? nicht alleinc, für Gottes Angesichte, iinBeichtstuhle geschehen, sondern auch gar offt in gemeinen Lebenund bey Gegenwärtigkeit anderer mehr."
Als Dorothee ihr Ende herankommen fühlte, ließ sie einBuch „in csuarto, mit reinen? frappiere, sauber einbinden, da hineinüber 300 geist- und trostreiche Sprüche der h. Göttlichen Schrifftsamt anderen andächtigen Gebeten und Christlichen Liedern, wieauch ihren Lebenslauf, summarischer Weise, und aller ihrer liebst-adelichcn Ainder Gcburts-Aeit und Alter auffzeichnen und bringen,darmit sie selbe täglich zu ihrem Behufs und GottgcheiligtenSterbens - Andacht gebrauchen und kräfstigen Trost wider desTreutzes und Todtes Bitterkeit daraus nehmen und Herfür suche??könte." ^
Nachdem sie noch zu ihren? Leichentext das Wort: „Wirmüssen durch viel Trübsal in das Reich Gottes gehe??," bestimmtund auch ihren? Geistlichen ihren Wunsch wiederholt hatte, „wiesie bekleidet und zur Ruhe, ohne grosses Wesen und Gepränge,gebracht werden solte," entschlief sie, erst -s3 Jahre alt, zu Areipitscham sst. August s663. Ihr letztes Wort war ihr Ja! auf dieFrage, ob ihr Jesus noch in ihr lebe und ob sie bis an ihr Endebei ihm standhaftig im Glaube?? verharren wolle.
Der F>sarrer von Gleina sagt von Dorothee: „Die Trübsalhat sich als eine Sündfluth über sie ergossen ii? ihren? gantzenLebenslaufs und Thristenthum, allwo sie sich recht Adelich, Christ-lich und rühmlich verhalten. Denn sie, in Wahrheit und ohneHeucheley zu reden, gewesen ein Spiegel Adelicher Tugend undChristlicher Bescheidenheit." —
Am 2 s. August wurde die Leiche unter Glockenklang undGesang bis zur Hege-Säule, am Ende der Osterhausen'schen Ge-
* „ Die eine oder andere Andacht ans Herr 0r. Heinrich Müllers geist-lichen Erquickstunden hörete sie mit sonderbahrer Begierligkeit an."