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3 (1894) (Geschichte der 1822 bezw. 1867 im Mannstamm erloschenen Häuser Posewitz und Casekirchen (Tümpling)) : mit Urkunden-Anhang, Bildnissen, anderen Kunstbeilagen, Nachträgen und Berichtigungen zu den drei Bänden, zwei Siegeltafeln, zwei Handschriftentafeln, General-Register für die drei Bände und dem Stammbaum von der Theilung in Linien an
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Sorge und Alühe bey der schweren bsaußhaltung und Rinder-zucht^ halten müssen."

Nachdem ihr Nater am 28. April f657 zu Tüinpling ge-stor ben war, nahm Dorothee ihre schon hochbetagte Amtier zusich. Letztere sollte noch die Tochter überleben.

Als am 3 s. Juli s66s l)ans Joachim, welcher, wie seinNater, kurfürstlicher Inspektor der Landesschule j?forta war, ander Schwindsucht starb,hat sie zwar der viel fromme Gott inihrem siebenjährigen Wittbenstand ziemlich gestärket, daß sie nichtso gar, wie sonst, gesiechet und krank gewesen, damit sie die hoch-beschwerliche Regierung, kfaußhaltung und Rinderzucht, so ihrallein auf dein halß gelegen, ertragen und vollziehen könte. Tsscheinet fast unmöglich, daß eine Weibsperson so viel thun, aus-richten und ausstehen können. Sie ist allenthalben angezwackt undgeplackt worden mit allerhand Rechtfertigungen, wiederspenstigenAntcrthanen^', ungehorsamen Gesinde oto., sie hat einen Sohnnach dem andern in die fremde schicken, die älteste Tochter aus-statten, die jüngsten mit prasosptoribus versehen und die andernsonst versorgen müssen. Sie hat hier und dort bauen und bessern

^ Sie hatte 7 Söhne, von denen die ältesten Georg Rudolf und HansGeorg, und y Töchter.

Gin Sohn, früh gestorben, liegt in der Kirche zu Saaleck vor dem Altarbegraben.

Die älteste Tochter vermählte sich mit Wolf Schweibold von Branden-stcin, Dorothee Sophie mit Hans Thristof von Burckcrsroda auf Mark-röhlitz, Mario Elisabeth mit Heinrich Gerhard von Münch zu Würchhausen,Eisonach'schom Geheimen Rath, Johanne Margarethe mit Thristof WilhelmTnppauer von Tnppau. Die jüngsten Töchter hießen Sibylla Magdalene,Magdalene, Marie Sophie, Anna Instina und Christiane Ursula.

^ Als der letzte katholische Bischof zu Naumburg, Julius von Pflug,tZSH starb, hatte die Reformation selbst schon in den unter dem unmittelbarenPatronat dos Bischofs stehenden Gemeinden Fuß gefaßt, so auch in derparochie Saaleck mit dem Filial Kloin-Heringen und dem dahin eingepfarrtenDorfe Rödichen. Der achte Pfarrer war Joh. Breitiug, tSS8ZSIH,waser daselbst von seinen bösen pfarrkindcrn erduldet und ausgestanden, ist thoilsnicht zu beschreiben, theils nicht wohl zu glauben."