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Mängel gewesen, so halt Sie doch durch des h. Geistes Beistandsich vor allen muthwilligen und vorsätzlichen Sünden wohl ver-wahret und vor aller Anreinigkeit ihre Seele keusch und unbeflecktvor der Welt behalten. Wie Sie denn deßen bey Gott im pimmelund bey allen ehrliebenden Menschen aus Erden ein unsterblichesZeugniß behalten wird. Sie war von Göttlicher Allmacht mitgutem Verstände begäbet und solchen wol und nützlich angewendet,indem sie . . . im Ereutz und Wiederwertigkeit geduldig . . . hatauch Gott zu Ehren hinn und wieder viel angewendet, sonderlichbey unßer Airchen, da Sie ohngefähr vor sI Iahren den Altarmit einen? schönen grünen tastenden und mit guten silbernen Spitzenumbneheten Tuche bekleidet, welches hiesigen christlichen Gebrauchnach jährlich auffs neue Jahr nach gehaltener predigt Ihr zueinem unsterblichen Ruhin soll gedacht werden, gegen männiglichfried- freundlich und dienstfertig, sonderlich aber gegen die Armuthmitleidentlich und willfährig, in ihrem gantzen Leben, Thun undWandel aufrichtig. Mit Wahrheit kann von der Seeligen Frauvon Tümpling gesagt werden, was dort Boas von der Ruthgesagt hatte (eap. 3): Die ganze Stadt meines Volkes weiß, daßDu ein tugendsam Weib bist. Also sagen wir recht und wohl:Alle Einwohner zu Tamburg, groß und klein, hoch und niedrich,arm und reich, alle deroselbcn gewesenen Unterthanen, ja der gantzeAmbkreiß weiß, daß die Seelige Frau eine fromme, Gottesfürch-tige, demüthige, freundliche, friedliche, dienstfertige, mitleidentlicheund willfährige Christin gewesen . .. Gott hat Sie mit viel undhohen Iahren begnadet und mit grauen paaren gezieret ..."
An? s2. Februar s66ß rührte Catharina der Schlag. DerPfarrer ward von? Verwalter zu Tümpling eiligst gerufen: . . .„aus Gottes Wort Ihr tröstlichen zugesprochen und Sie IhresTauffbundes erinnert, darinnen Sie Ihren Erlößer Christo JesuTreue und Glauben versprochen, auch bißhero auff demselben ge-lebet, an ihn geglaubet und seiner getreuen pülfe jederzeit reich-