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nicht abtragen. Er bat daher, 6. cl. Tümpling Zs. Januar, denHerzog Friedrich Wilhelm II. von Altenbnrg, er möchte seinenNeffen bestimmen, als Zahlungsinittel von ihm Getreide undWein (den Eimer um 2 Thaler 6 Groschen) anzunehmen, „welchesmein bestes Lößepfandt, in deine vf meinen Güttern dieses daseinzige portmsnchtück ist".
Wolf Ehristof weigerte sich dessen, „damit ich armer ver-derbter man mit den iiieinigen, so ich äußerst bedürftig, nichtlänger vfgehalten werde".
Der Herzog befahl daraus dem Amtschreiber zu Tamburg,Wolf Ehristof mit Geld zu befriedigen und dafür von RudolfGetreide zu nehmen. —*
Daß Rudolf, wie es in der Leichenpredigt auf seine Gemahlinheißt, nach allem diesen „iezuweilen wegen ausgestandenen Kriegsund anderem Unglück ein Nnmuth überfallen", kann nicht Wundernehmen.
Der Friede zu Osnabrück und Rlünster vom sH./2ch OctobcrlSqg sah in Deutschland ein Trümmerfeld. Die Einquartirungengingen noch weiter, erst im Jahre s650 wurde das Friedensfestgefeiert, in Weimar am sy. und 20. August.^
Aber schauerlich öde und wüste sah es im ganzen Thüringenaus; überall traf man ans Trümmerhausen verwüsteter odergänzlich verlassener Dörfer. Die Betreibung des Ackerbaues,der damals einzigen Nahrungsquelle, war fast unmöglich ge-worden.
^ Akten des Hofgcrichts zu Jena.
INüllcr's Annaleii, Weimar ;?o;, S. Z77—zss.
Der Kanzler Samuel von Goechhausen hielt, an der Seite Herzog Wil-helm'? in dessen Gemach am Fenster stehend, „eine schöne Teutsche Rede" andie im Hofe stehende Bürgerschaft, in welcher er sagte, daß die Stadt Weimar„um deswillen vor die allerglückseligste zu rühmen und dem grundglltigen Gottvor allen andern höchlich zu danckcn, daß sie in diesem gantzen Kriege keinewürckliche Einquartierung, vielwcnigcr Plünderung ausgestanden".