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glücklich aus dem düstern Schooße der 2Nutter hervorgezogen.Seine frommen, in Gott ruhenden Eltern, der Herr Vater, hoch-fürstlicher Sachsen-Alerseburgischer Land Jäger Weister, und dieFrau Akutter, eine gebohrene von Bothfeld, trugen für seine guteund edle Erziehung die rühmlichste Sorgfalt. Aber auch vonihm selbst hieß es: ich war ein Aind guter Art und hatte be-kommen eine feine Seele, und da ich wohl erzogen ward, wuchsich zu einem unbefleckten Leibe, und nahm zu an Alter, an Weiß-heit und Gnade bei Gott und den Alenschen. Ein unermüdeterFleiß auf Niedern und höhern Schulen, eine klüglich eingerichteteReise in fremde Lande, eine sorgfältige Ausübung der Tugendvermehrte schon in jüngern Iahren die großen Vorzüge, welcheihm der Allmächtige durch eine edle Geburt und durch vortreff-liche Naturgaben geschenkt hatte.
Bereits am 20. Alay s72s ward er deswegen unter diehochansehnlichen Autglieder eines hochwürdigen Domkapituls auf-genommen. 52 Jahre hat er mit Ruhm und Segen in diesemhohen LlollsAio gestanden und in demselben unserm gesummtenStifte, besonders da er am 20. Iunii s757 zum Domdechant undsodann am 50. A my H760 zu der hohen Würde eines Domprobstsallhier wegen seiner großen und vorzüglichen Eigenschaften durcheine ordentliche Wahl gelangte, zu allen Zeiten, vornehmlich aberin jenen traurigen Ariegsläuften, an welche wir noch jetzt mitZittern zurückdenken, die heilsamsten Dienste geleistet.
Erwarten Sie, hochgeschätzte Anwesende, izt nicht von mireine weitläufige Erzählung dieser seiner hohen Verdienste. DieDemuth und die Bescheidenheit unsers hochseligen Herrn Dom-probsts hat dergleichen eitle Lobeserhebungen ausdrücklich ver-kochen, und ich bin noch zu neu und zu unbekannt in diesem ge-liebten Stifte, selbige nach der Wahrheit und in der gehörigenOrdnung zu erzählen. Ansre Stadt, unser Stift giebt ihn: nochin seinem Sarge einmüthig dies große und wahrhaftige Zeugniß,