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Dom Probst zu Daseburg, auch Herzog!. Sachs. GothaischAltenburg. Steuer-Ober-Cinnehmer des Cisenberg. Creißes, amsZ. s?7ö früh um Uhr im 7^sten Jahre seines Ruhm-vollen Alters an einem Stickfluße, zwar plötzlich, doch sanftund selig, ohne Hinterlaßung mänlicher Leibes - Lehns - Crben,durch den zeitlichen Tod von dieser Welt abzufordern; Solcheswird hierdurch aus dem bey der hiesigen Schloß und Dom-Airche befindlichen Todten-Register pflichtmäßig uttostirot.Sign. ZUerseburg am sH. Koptsmbsr s7?2.
sie. 8.) N. Christian Crnst Schnaidt,
Stiffts-Superintendens allhier." ^
Am s6. hielt in der Dompropstei der Stifts-SuperintendentChristian Crnst Schmidt ihm eine gediegene Leichenrede sUr-kunden-Anhang), welche bei Johann Georg Laitenberger zuMerseburg im Druck erschien.^
„Ach Gott," heißt es darin, „wir haben unfern besten Freund,unfern Rater, unfern Wohlthäter, unfern Rersorger verlohren!wir haben ihn plötzlich verloren, da wir wünschten und hofften,uns seiner liebreichen und väterlichen Rorsorge noch länger zu er-freuen. Doch nein, klagende Seelen, wir haben diesen unfernwürdigen Rater nicht verloren. Sein schneller Abergang aus derflüchtigen Zeit in die selige Cwigkeit ist für ihn, und für uns alle,eine sehr große göttliche Wohlthat.
Unser erblaßter Herr Domprobst hatte, wie jener redlicheObadja, den Herrn von Zugend aus kindlich gefürchtet und darumkann auch nun sein plötzlicher Tod ihm dennoch nicht schädlichsein. Fast sind 7fl Zahre verflossen, daß ihn der Herr und Raterder Menschen allhier zu Merseburg, den 22. September
* Acte betr. die Lehen an Blösien, ( 6gs —(?Lv, L. Bo. XUI, i destispertl., Archiv des Gberlandcsgcrichts Nannibnrg a/S.
In der Seminar-(früheren Universität?-) Bibliothek zu Wittenberg,