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3 (1894) (Geschichte der 1822 bezw. 1867 im Mannstamm erloschenen Häuser Posewitz und Casekirchen (Tümpling)) : mit Urkunden-Anhang, Bildnissen, anderen Kunstbeilagen, Nachträgen und Berichtigungen zu den drei Bänden, zwei Siegeltafeln, zwei Handschriftentafeln, General-Register für die drei Bände und dem Stammbaum von der Theilung in Linien an
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daß er ein gottesfürchtiger, ein gelehrter, ein fanftmüthiger Herr,ein Patriot, ein jDriesterfreund, ein gütiger Vater der Zlrmen,sonderlich verlaßncr Wittwen und Waisen, vornehmlich armerStudierender auf Schulen und Universitäten gewesen, daß er vielGutes in der Stille und im Verborgenen gethan habe. Ich selbstkann mit Wahrheit sagen, daß in der kurzen Zeit, da ich mir dasso schätzbare Glück erlangt, diesen verehrungswürdigen Alten kennenzu lernen, ich jederzeit an ihm einen edlen und großmüthigenAleuschenfreund, einen wahren und treuen Verehrer der göttlichenReligion, einen großmüthigen Beschützer und Beförderer der Tugendund der Gottseligkeit gefunden habe, der die vortrefflichen Gesin-nungen jenes frommen Domprobsts in Naumburg in seiner edlenBrust hegte und auch beständig zur Ausübung zu bringen sichbestrebte:

Hier auf dieser vergänglichen Erde,

Hier in diesem flüchtigen Leben,

Hier Hab ich lebenslang zu lernen,

Mich von den Sünden abzuzieh»,

Mich von der Erde zu entfernenUnd um den Himmel zn bcmühn,

Dicweil der Tod allein bewcißt,

Was Ehristenthum und Glaube heißt.

Je höher seine Lebensjahre, durch die Gnade des Höchsten,hinaufstiegen, desto eifriger ward sein Glaube und sein Thristen-thum, desto mehr war er besorgt, seinen Lauf glücklich und mitFreuden zu vollenden. Noch erinnere ich mich, mit einem stillenVergnügen, an jene edlen Erklärungen, mit welchen er mir jetztvor dem Jahre, auf einem gefährlichen Arankenlager, die ruhigeStille seines begnadigten Geistes entdeckte. Hier sprach er miteiner getrosten Freudigkeit:Ich bitte Gott nicht um ein längeresLeben; er hat mich lange genug leben lassen, ich bin fertig zumAufbruche, ich fürchte mich nicht vor dem Tode; denn Christushat dem Tode die wacht genommen und das Lebeil und unver-gängliches Wesen an's Licht gebracht! ich habe zwei Stützen, auf