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Im folgenden Jahre (54 ( begegnen wir wieder einmal demNamen Posewitz, nachdem wir ihn schon vor fast 200 Iahren,im Lehnbuch Friedrich's des Strengen, (349, gefunden haben,wo Thith u. a. auch mit 2^/2 Hufen und 7 Höfen in Posewitzbelehnt erschien (S. 24). (394 hatte feine Schwiegertochter Alar-garethe einen Weinberg daselbst als Leibgeding erhalten (S. 5().
Jetzt erscheint Wilhelm von Würchauscn auf Posewitz in einemSchuldverhältniß zu Oswald, welcher ihm 400 Gulden geliehenhatte. Im Oopiais (75, Blatt 9, des Dresdener Haupt-Staats-archivs, heißt es nämlich:
„Wilhelm von Mrchhausen hat vff soynein guth Bosewitz XX fl. jerlicherzcynse Gßwalden von Thnmpling vor 1111° fl. verpfandt, darzn hat in g. h.III jar gnnst geben. Actnin Montags Petri Aettenseyer Anno :c. Xül."(i. Angust.)
Der „gnädige Herr" ist Herzog Heinrich, der aber bald darauf,am (8. desselben Aäonats, zu Dresden starb. Auf ihn folgte nunfein älterer Sohn, Herzog Aloritz, welcher dem sächsischen Landeund Fürstenhause eine glänzende Bedeutung zu bringen berufenwar, wenn sich auch an ihn die tiefgehende Spaltung im Wetti-nischen Hause knüpfte. Christoph von Carlowitz (geb. (507 gest.(578) war es, der den Stempel seines Geistes der zwölfjährigenRegierung Aloritzens aufdrückte.
Ant oben genanntem Wilhelm von Würchhausen, welcher eingcwaltthätiger Herr gewesen zu sein scheint, lag Oswald vomJahre (549 an bis zu seinem Lebensende, und dann noch dessenWittwe, wegen einer Trist im Streit. Wir entnehmen dein imCrnestinischen Gcsammtarchiv, RvA. 6^. kol. (47", liegenden Akten-stück: „Irrungen zwischen Oßwalden von Tümpling mit Wilhelmenvon Wirchhausen wegen der Trifft auf dem Ritterguth Treben,(549/5 (" (statt Treben ist, wie aus dem Inhalt sich ergiebt, Posewitzzu lesen) das Folgende und schicken voraus, daß von Alters herdas Rittergut Tümpling, so lange die Wonnitzer Flur von ihmbetristet wurde, das Recht des Triftdurchzuges durch Posewitz