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wechselte er mit ihrem reinen Zweck. Sein Bruder Heinrich,beherrscht durch seine Gemahlin Tatharine, Tochter des HerzogsMagnus von Mecklenburg, hatte sich ihm entfremdet und sich andie Ernestinischen Vettern angeschlossen; Georg hatte seine fünfSöhne verloren, seine liebsten Hoffnungen waren dahin gestorbenund so hatte er voraus gesehen, daß, wenn auch er einst in deinDom zu Meißen ruhte, seine Lande an Heinrich kommen, dieneue Lehre frei einziehen und daher die Mühen und Sorgen einesgroßen Theils seines Lebens vergeblich sein würden.
So folgte ihm in der Regierung Heinrich der Fromme, welchernur zwei Jahre, bis (5H(, regierte. Der neue Glaube durfte nunauch im Albertinischen Thüringen frei bekannt werden. So geschahes nun auch in Tümpling. Am 23. April wurde in der DresdenerHofkapellc die erste evangelische Predigt gehalten und an? 25. Mai,zu Pfingsten, predigte Luther in Leipzig. —
Herzog Heinrich belehnte Oswald, welchem wohl im Jahre(539 von seiner zweiten Ehefrau sein zweiter Sohn Hans geborenworden war, zu Dresden an? 3. Mai (Montag nach PhilippiZacobi) (5^0 mit den beiden Rittersitzen zu Tümpling.
Der Lehnbrief findet sich in? Dresdener Haupt-StaatsarchivO opiulo KZ, Blatt (3H, und in? Dresdener Lehnshof, Lehnbuch L.Seite 293^.
Derselbe unterscheidet sich von den? Lehnbrief des Zahres (5(3nur dadurch, daß Oswald hier allein belehnt wird (da sein BruderOtto schon seit vor acht Jahren gestorben ist) und daß keine Mit-belehnten angeführt sind, da die vormaligen Mitbelehnten, Hans d. A.und Hans d. Z., schon (9 beziehungsweise (H Jahre todt sind undOswald's beide ältere Söhne Otto und Hans erst ungefähr (0 und( Jahr alt sind, der dritte, Oswald, aber überhaupt noch nichtgeboren war. Als Zeuge?? erscheine?? Antonius von Schönbergdaselbst, Hans von Schleinitz zn Serhause?? und Menceslaus Nau-mann, Doktor und Aanzler. —