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zweiten Frau (über das Leibgedinge seiner ersten ist uns Nichtserhalten) zu Dresden durch Herzog Georg ein Leibgedinge reichen.Der Herzog reicht „der Erbarn vnnser lieben besondern Angniseseyner Ehelichen Hausfrawcn auff dein Rittcrgueth Thumblingksainpt desselben Zugchorungen vnd gcrechtigkeyttcn In niassen erdas von vnns zu lehcn Innen hat gepraucht vnd geneust virtzigkgülden Ierlicher Zcynse sainpt den wein Zechenden zu Gosserstedt,welchen die pawern Ierlichen reichen, vnd hundert gülden zu eynerbehawssung" zu rechtem Leibgut. Dasselbe soll ihr „Ir lebenlangk" nach Oswald's Tode durch die Lehnserben gereicht werden,sollten diese es aber ablösen wollen, so hätten sie Agnes 600 Guldenauszuzahlen. Der Herzog setzt ihr dieserhalb zu VormündernGeorg Mönch zu Döbritschen und Christoph Mönch zu U?ürchhausen.
Dieser Leibgedingsbries befindet sich im Dresdener Haupt-Staatsarchiv, Oopial 93, Blatt 92. —
Im folgenden Jahre (526 kaufte Oswald von Jakob Storcheinen Wiesenfleck am alten Bach mit einem daran stoßenden Wein-berg, welchen Herzog Heinrich (5H0 zu Lehn machte.
Diese Notiz entnehmen wir der „Vergleichung" seines SohnesOtto „mit etzlichen seinen Leuten" vom (-(. October (538, welchesich im Haupt-Staatsarchiv zu Weimar, Abschiede, vol. VIII,toi. 523—527, befindet. Wir erinnern uns, daß es außerdemschon in den Lehnbriesen von (^33 an hieß: „etzlich holz, eckervnd wisen Iacoff Storich abgekaufft". Hans (unseres Oswald'sVater) und sein Bruder Oswald hatten also schon zwischen (H72und (H83 Stücke von einen: Jakob Storch zugekauft.
In die Jahre (527 und (533 fällt der Prozeß Oswald'sgegen Hans von Obernitz, welchen wir schon kennen lernten.
An: (7. April (539 starb Herzog Georg, 63 Jahre alt. Erwar ein hochgebildeter Fürst, strenger Katholik, aber auch treuund gediegen in Erwägung der Mängel seiner Kirche. Die Miß-bräuche, welche mit der Reformation selbst getrieben wurden, ver-