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Aus zwei Processen, welche sich in den Iahren (523/24 und(537/33 zwischen Oswald und Hans von Obernitz d. Ä. zu Tausabei Neustadt a/O. abspielten und die sich in dein Dresdener Haupt-Staatsarchiv, OeusuloAiou, Obernitz, vorfinden, geht hervor, daßOswald's Beziehungen zu Obernitz, dein zweiten Mann von seinesBetters Thrifloph Wittwe Libelle, nicht die freundlichsten waren.
Im Jahre (523 ließ nämlich Obernitz beim Oberhofgerichtzu Altenburg wider Oswald Alage darüber führen, daß dieser denRest der in das Amt Tamburg hinterlegten Aaufsumme für Schinditz(Heinrich von Bünau zu Schlöben hatte, wohl (3(8, Schinditz vonObernitz gekauft, welcher sich darauf wohl mit Tausa ansässigmachte), „vber fürstliche reformacion mit Rommer (Arrest) ein-gelegt vnd beHeft unnd demselben wy recht nicht volge gethan",wodurch er Obernitz einen Schaden von ungefähr (00 Gulden zu-gefügt hätte. Außerdem hätte er Obernitzens Behausung in Schinditzaufbrechen und ihm allerlei Geräth herausnehmen lassen, auchwäre Oswald ihm drei Hammel für eine ihm gelassene Triftschuldig geblieben und solle er ihm auch dafür, daß Obernitz neunJahre lang (also wohl von (5(0 bis (5(8) zwei Rinder Thristoph'sbeköstigt und bekleidet habe, für jedes Jahr (0 Gulden nachträglichzahlen.
Wir bemerken hier, daß Obernitz diesen letzteren Anspruchwohl darauf gründete, daß Oswald der Sohn des früheren Bor-munds der zwei Söhne Thristoph's war. Obernitz hatte also dieSöhne Thristoph's in Pflege gehabt.
Was anderseits Oswald's Borgehen gegen Obernitz betrifft,so hing das wohl mit den Abmachungen zusammen, welche seinBater, wie wir gleich nachher sehen werden, im Jahre (5(0 mitObernitz wegen Sibyllens Leibgedinges getroffen hatte. Oswaldhatte sich wohl zur Selbsthülfe genöthigt gesehen.
Am (8. September wurde Oswald in oonwmueiam demgemäßverurtheilt „biß vf helsliche widderrede vnd ehaft". Die dieserhalb