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vornehmlich die Tyrannen todten müsse und daß Genreinschaft derGüter zur Ordnung des Gottesreiches gehöre. Dies brachte Lutherdahin, Münzer den „Satan von Allstedt" zu nennen.
So brachen in Mittel-, wie in Süddeutschland die Bauern-aufstände los, die ihre Freunde auch in den Städten fanden. Inden zwölf Artikeln faßten die Bauern ihre Forderungen zusammen.50000 Bauern zogen auch in Thüringen plündernd, brennend undmordend umher. Siegreich zogen sie in Erfurt ein, in Thüringen,am Harz und in der goldenen Aue sanken eine Menge Alösterund Schlösser in Asche. Luther's predigten in Stolberg, Nord-hausen, Mallhausen richteten Nichts mehr aus.
So stiegen auch im Jahre (52H die Bauern von Schmiede-hausen hinunter und zerstörten, Tümpling gegenüber, die Tyriaks-kirche, über welche wir schon oben S. 68 berichtet haben undin welcher unsere Borfahren die letzte Ruhe gefunden hatten,sowie die Pfarrwohnung. Die Glocken wurden fortgeschafft (diegroße kam aber nach Tamburg) und das Holz von den Gebäudenwurde von den Bauern von Münchengosserstedt weggenommen.
Die Nachrichten auch gerade aus dieser Zeit sind leider nichtmehr erhalten, so daß wir nicht im Stande sind, ein Bild derZustände in und um Tümpling zu geben. —
Aus dem im Amtsgerichtsarchiv zu Eisenberg befindlichen,im Jahre s52s begonnenen Zins- und Lehnbuch ((Zonsralia N. p)ersehen wir laut tol. 5H, 55, H5^ und 57^, daß Oswald auch Zinsenin Heiligenkreuz, prießnitz und Ianisrode besaß, und zwar von9 Häusern und Höfen, p/t Hufen und einein Garten in Heiligen-kreuz, einem Meinberg bei Prießnitz und einen: Haus und Hofund zwei Hufen in Ianisrodc. Nach dein daselbst auch befindlichen„Bortzeichnus der guter so die burger von Naumburgk in ambtEyssennbergk liegen haben" besaß Oswald, nach tol. 6p und 62,noch 5'/s Hufe. —