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Fugger, die 95 Thesen an der Thür der Wittenberger Schloßkirchean. Sie liefen bald durch ganz Deutschland und wurden auchsogleich in deutscher Sprache verbreitet. Und um den deutschenLaienstand zu seinen: großen Werke aufzurufen, die christlichenFundamente festzustellen und seine Ziele darzulegen, ließ er s52L>die Schrift: „An den Christlichem: Adel deutscher Nation: vondes Christlichen standes besserung" hinausgehen. An: W- Decemberdesselben Jahres verbrannte er in der Nähe des Augustinerklosters,vor dem Clsterthor, die päpstliche Bannbulle. Im folgendenJahre s52s unternahn: er, von seinen: Aurfürsten von Wormsauf die Wartburg gerettet, die Bibelübersetzung, mit welcher ers53H zu Ende kam.
Dort von Worms her hatte der päpstliche Nuntius pieronymusAleander Depeschen an den päpstlichen Bicekanzler Julius de Me-dici, den späteren Papst Clemens VII., gerichtet, aus welchen— gewiß ein klassisches Urtheil — hervorgeht, wie verderbt dierömische Airche damals war. Vielleicht nirgends spiegelt sich dieVerweltlichung der Airche einer- und die Erregung des deutschenVolkes, sein paß gegen die Curie und seine Verehrung für Lutheranderseits deutlicher ab, als in diesen Berichten jenes klugen, derCurie so ergebenen Italieners. Persönlich hatte er, „an den eisigenUfern des Rheins", viel Ungemach auszustehen.
An: erbittertsten gegen die Curie zeigten sich die Ritter, unterFührung Sickingen's und Putten's, welcher Letztere Aleander an:gefährlichsten erschien, weil dieser als Paupt der pumanisten vonder Cbernburg herab zugleich die öffentliche Meinung Deutsch-lands beherrschte.
Aber auch die Geistlichkeit fand Aleander in offenen: Abfallbegriffen, selbst den Crzbischof von Mainz mit Räthen umgeben,die im perzen radikale Lutheraner waren. Und die weltlichenFürsten fand er der Curie geradezu feindlich gesinnt — selbst perzogGeorg von Sachsen reichte zwölf Beschwcrdeartikel gegen dieselbe