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wald (5(), und ebenfalls vier Töchter, so daß Oswald Vater vonelf Rindern, drei Löhnen und acht Töchtern, ward.
Oswald wuchs heran inmitten der weltbewegenden Ereignisse,welche der Anfang des (6. Jahrhunderts brachte. Amerika war(492 von dem Genüssen Christoph Tolumbus, der Leeweg nachOstindien sechs Jahre später von dein Portugiesen Vasco de Gamaentdeckt worden. Das Auttelalter ging zur Rüste, Europa zittertein Anruhe und Aufregung, Luther stand an der Lchwclle einerneuen Welt und drückte ihr seinen unverwischbaren Stempel auf,während Leo X., der Lohn von Lorenzo von Aledici, Rom zumAuttclpunkt weltlicher Runst und heidnischer Wissenschaft machte.
Luther war noch im Jahre (5( (, auf einer Reise nach Rom,welche er im Austrage seines Augustinerordens unternommen hatte,dort demüthig die Pilatustreppe hinaufgerutscht, aber gerade dorthatte er unter Julius II., dem Vorgänger Leo's, die tiefste Ver-derbtheit der Rirche erkannt und war vor seiner Leele lebendiggeworden das Prophetenwort aus dein Römerbrief: Der Gerechtewird seines Glaubens leben.
Von Rom kehrte er nach Wittcnberg zurück. Die Universitätdort hatte Rursürst Friedrich der Weise erst (502 gestiftet; Witten-berg war damals eine dürftige, schlecht gebaute, etwa 5000 Ein-wohner zählende Ltadt. Auf das Drängen von Johann von Staupitz,der damals Dekan der theologischen Fakultät war, ließ Luther sich(5(2 zum Doktor promoviren und damals schon widmete er sichvorzüglich dem Studium der heiligen Schrift, welche von der Schul-theologie bisher allgemein hintangesetzt worden war. Nebenbeipredigte er oft. Nikolaus von Amsdorf schloß sich eng an ihnan, nicht minder des Rurfürsten Pofcaplan, Georg Lpalatin (GeorgBurkhard aus Spelt), und Philipp Welanchthon (Schwarzerd).
Am I(.October (5(7 schlug Luther, empört durch den Handelmit Ablässen zu Gunsten des Baus der Peterskirche und derBefriedigung weltlicher Bedürfnisse der Rirchenfürsten und der