Das Scapulier war ein schmales Stück Tuch über Schulter, Brustund Rücken und herabreichend bis zu den Füßen; dies sollte be-deuten, daß man das Joch des Herrn auf sich nehme, der ge-sprochen: Mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.
Nur wenige Urkunden sind über das Aloster erhalten; (f33war durch das Austreten der Roda das Aloster und dessen Urkunden-schatz „kläglich verderbet" worden und neue Zerstörung verursachteder Alosterbrand im Jahre (3(7.
Nur noch die Ruine der Alosterkirche in ihren Umfassungs-mauern ist heute zu sehen. Einen Thurm hat sie aber, wie diesoft bei Tistercienferkirchen gefunden wird, nie besessen.
Ein einziger Grabstein ist erhalten: der Hartmann's von Lobeda-burg-Arnshaugk, Ende des (3. Jahrhunderts jung verstorben.Vor zehn Iahren wurde derselbe in einein Nachbarhause entdeckt,wo er als Unterlage eines Brunnentroges diente. In der Mittedes gedachten Jahrhunderts war der Mannstamm der Arnshaugkausgestorben und ihm folgte das Haus Lobedaburg - Arnshaugk,dessen letzter Sproß obiger Hartmann war, worauf Arnshaugk andie Markgrafen kam.
Der Grabstein zeigt ein auf einem Spitzbogen stehendes Areuz,um welches folgende Inschrift läuft:
Ax ArvsbcmL castro javst Ino Ickairtmmms; ut ustroHuuo loost omllipotöns pia Asus.
Gertrud Tümpling (bisher fälschlich Margarethe genannt)finden wir also zuerst im Jahre II3( als Alosterjungfrau in diesen:Aloster, dessen Aebtissin damals Dorothea Mols, bis (H32, war.Ihr Schwager Tunz von Rudolph zu Ober-Roßla bekennt nämlichan: 30. October dieses Jahres, daß ihn: der Abt zu Bürge!(Bernhard Flanß) 20 Gulden bezahlt hat, die Gertrud von ihren:verstorbenen Bruder Hentze, seinem Schwager, zugesallen waren.
Die Urkunde (im Bürgelfchen Topialbuch A, lc»I. 243^—24^)lautet so: