Druckschrift 
1 (1888) (bis 1551) : mit dem Wappen, einer Siegeltafel, zwei Stammtafeln, einer Karte der Grafschaft Camburg, anderer Kunstbeilagen und Register
Entstehung
Seite
215
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Ich Luntz Rudolph zu Dbern Rosla gesessin bekenne in dissem mynenvffin brise, das mir der erwirdige inn Gott Vater und Her Gr GernhardusAxt zum Burgeln beczalt hatt und gegeben zwentzig Reynische Gulden vonder geistlichen Inngfrauwen wegen Gertruden Tumpelingen Llosterjungfrauwenzu Roda. Dieselbigen zwenczig gülden sie waren ankommen von orim BruderHentze Tumpelinge gotseligen mynem Swager. Sulcher zwenczig Guldcnn sageich vorgenantcr Tontz Rudulff von myn unnd myner Swegerin Llosterjung-frauwen den egenanten Hern und sin Tloster quit ledig und loß inn Traftdisses briffes, des zu warein Bokentniß hab ich vorgenanter Tontz Rudulff mynIngesigel unden an dissen vffin Bris gedrnck der gegcbin ist nach Christi unsersHerren Geburt virtzchinhundert darnach iin einundachtzigistenn Iarc uff Dinstag?nach Symonis et Jude."

Zehn Jahre darauf finden wir Gertrud als Aebtissin desKlosters. Ihre Vorgängerin war Helene von Kromsdors gewesen.Das Kloster war schon im Niedergang. Schon im Jahre (H3(beschwerte es sich bei Herzog Wilhelm über das üble Haushaltenseines gröbstes Heinz von Gleina und bat um einen andern, wo-rauf (H83 Otto von Gräfendorf (bei Ziegenrück) als Probst^ erscheint. Aber auch Sittenlosigkeit scheint dort eingerissen gewesen

zu sein, denn Heinz von Gleina beschwert sich (H32 seinerseitsüber diese.

Unter'm (. Januar (V( (Sonnabend am neuen Jahr) findetsich im Geheimen Archiv zu Rudolstadt, in der Sammlung: Voou-lueuta LissubsrAeusia toi. 252, folgender Gintrag:

Gertraudt Tümpling Äbtissin und die Samluug zu Roda snxxlieirsubeim Churfürsten Friedrich und Herzog Iohannsen wegen Heinrichs von Ein-siedel Ritters, daß er ihrer Mtschwester Annen von Linsiedel alles zueignenund den andern entziehen wolle, bitten derwegen solches nicht nach Torgau zuziehen sondern den Ambtmann zu ZVeymar zum (Zommissario zu verordnen."

Die Umschrift des darunter gehangenen Siegels lautete:Lauotimouial iu Ilocle.

Derselbe Gintrag findet sich auch im Stadtarchiv zu Altenburg,Varia vol. O. II. 50, äiplomgta MssudsrAsus., Koäsus., Detsrs-bsrAsusia st«. Wssulz. et Itocl. toi. ((^.

Der Kurfürst trug darauf am (5. Januar l/(fi( Hans vonObernitz und Heinrich Ulönch Gommission in dieser Sache auf.