zweifelhaft, ob Oswald selbst noch in die Lage kam, obige Zinsenwiederzukaufen, denn er starb zwischen dem (6. Mai und dem5. October
Oswald's Bruder Hans und seine Bettern Hans d. Ä. zupauscha und Hans d. Z. zu Naumburg hängen, als Mitbelehnteund als Zeichen ihrer Zustimmung, nebst Oswald ihre Siegel anobige Urkunde. Dieselbe liegt in: Stiftsarchiv zu Naumburg unterX. Nr. 209, zeigt aber nur noch ein Siegelbruchstück.
Oswald kaufte das Rittergut Schinditz oder (V2, alsokurz vor seinem Tode, von Dietrich von Frankleben. Dieses merse-burgische Geschlecht saß schon Ende des (H. Jahrhunderts aufSchinditz, welches, wie Tümpling, ein Borwerk der Burg Tamburggewesen ist und gegen Tastellandienste verliehen wurde.
Das Rittergut liegt nahe bei Tümpling, am oberen Laus desSchinditzer Baches, welcher bei Tümpling in die Saale stießt, undan der Landstraße von Tamburg nach Naumburg. Die Herren-häuser, in viereckiger Anlage, liegen dicht an einem Teiche. SeinenBoden kann man die Arone der Grafschaft nennen. Zn der Näheliegt das Röblitzholz, woselbst in ältesten Zeiten auch ein bewohnterOrt gewesen ist.
Nach seines Bruders Hans Aussage aus tol. Zs der bei Letz-terem näher bezeichneten uota aotitutu hatte Oswald Schinditzoder (W2 gekauft, hatte (000 Gulden Anzahlung geleistet undwar ^00 Gulden Frankleben schuldig geblieben. Deßwegen hättedieser Fehde angefangen, bei welcher er jedoch zu Nürnberg (oderNaumburg?) erschossen wäre, nachdem er bei Tümpling undWonnitz hätte Feuer anlegen lassen.
Oswald wird nun am 2^. März (^92 zu Dresden von HerzogGeorg, in Vertretung seines Vaters, mit Schinditz belehnt, d. h.mit Haus, Hof, Acker, Miesen, Weingarten, Teich, Rainen undLeeden, mit (2 Groschen, I Hühnern und ( Gans Zins von2 Männern, mit s Hstund Wachs und 2 Hühnern vom Müller