Konrad von Aungingen (^07 gestorben war, trat sein Nachfolgerund Bruder Ulrich Angesichts des drohenden Krieges mit Polenund Litthauen (HV3 an den König Erich von Dänemark Gothlandab, „dorumbe vil erbeit unde muh geschen ist", wie der wackereOfsicial von Riesenburg bekümmert bemerkt.
Tuno ist also spätestens (HO3 von Gothland zurückgekehrt,und zwar wohl in sein Tonventshaus zu Osterode, dessen Tomthurvon (^07— s^sv Graf Friedrich von Aollern war. Aber baldgenug wird er wieder zum Schwert gegriffen haben, denn am(3. Auli s-s(0 kam Tannenberg. König Aagello von Polen undder Großfürst U?itowd von Litthauen, der Erstere seit (236 Christ,der Letztere Heide, hatten sich den Untergang des Ordens geschworen.Letzterer hatte sich nur Beistand an Papst und Kaiser gewandt,aber das Reich hatte keinen Kaiser und die Kirche nur zwei sichgegenseitig verfluchende Päpste.
An der Brahe und Netze standen die Tomthure von Schweizund Tuchel, Heinrich Reuß von Plauen und Michael Küchmeistervon Sternberg; an der oberen Drewenz die Tomthure von Birgelauund von Rhein; in Thorn befehligte der Tomthur von Ragnit,Eberhard von Wallenfels. Bei Kauernik an der oberen Drewenz,im heutigen Kreise Osterode, musterte Ulrich von Anngingen dasHeer, 87 000 Mann, wovon 50 000 Ordenstruppen, der Rest Söldner,die Gegner aber geboten über (63 000 Mann (60000 Polen,H2 000 Litthauer, H0000 Russen und Tataren, 2(000 Söldner),darunter drei Mal so viel Kavallerie als der Orden.
Der Feind umging die besetzte Linie der mittleren Drewenz,erstürmte und verbrannte die Städte Soldau, Neidenburg undGilgenburg, östlich von Kauernik. Das Ordensheer eilte die Dre-wenz auswärts über Löbau in der Richtung von Gilgenburg, ihmvorauf wurde die große Ordensfahne getragen, weiß mit schwarzen:Kreuze, in dessen Mitte ein goldnes Schild mit den: schwarzen Adlervon Preußen. So brach der (5. Auli an. Ulrich von Aungingen