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1 (1888) (bis 1551) : mit dem Wappen, einer Siegeltafel, zwei Stammtafeln, einer Karte der Grafschaft Camburg, anderer Kunstbeilagen und Register
Entstehung
Seite
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Denliberalen" Mann des. Jahrhunderts überfällt einGruseln, wenn er vom Fehderecht des Mittelalters hört oder gar,wie in obigen Fällen, Beispiele vorgeführt erhält. Er übersiehtaber dabei, daß die Wurzeln des Fehderechts in den Eigenthümlich-keiten der altgermanischen Bolksverfassung lagen. Denn wie da-nach die Besitzungen einzelner Freier oder die Bereinigungen Freierzu Gemeinden u. s. w. sich in vielen Beziehungen gleich un-abhängigen Staaten zu einander verhielten, so ging aus dieser An-schauung das Fehderecht als ein gesetzmäßiges Ariegsrecht hervor,welches außerdem eine natürliche Folge der allgemeinen Rechts-unsicherheit war. So stand das Fehderecht auf einem ganz andernBoden als das spätere Landsknechtswesen.

In Eisenach's (freilich nicht zuverlässiger) historischer Dar-stellung des Sulzner Thals und der Schlösser Rudelsburg undSaaleck (Naumburg, (32() heißt es:Der Bischof und der Rath(zu Naumburg) lebten in dieser Zeit in Irrung mit den Schenkenvon Tautenburg, den Boigten auf Rudelsburg, Werner Aurte-frunden und Ditzen von Tumpling, und mit denen von Aäfern-burg und Dornburg. Man versuchte die Gespän in Güte beizu-legen, allein die Verhandlungen, bei welchen eine für die damaligenZeiten namhafte Summe verzecht wurde, waren vergeblich undder Rath fand sich genöthigt, den Stadtfeinden förmlich abzusagenund die Fehde zu eröffnen. Der Stadthauptmann, Hans von Droitzen,zog mit den Anechten, welche der Rath in Sold genommen, in derEharwoche des Jahres (ZH8 vor das Schloß Rudelsburg. DieBurgmannen schlugen Anfangs den Sturm tapfer zurück und einSteinhagel fiel aus den Steinkärben aus die Belagerer herab,die den Wall erfüllten und auf Sturmleitern die Mauern zu er-steigen strebten. Aber die Steinbüchsen zertrümmerten die Mauernund die Feuerpfeile zündeten die Söller an. Am Tage Sante IörgensBorfire (d. h. am Tage vor Georgi) war die Burg genommenund ihre Wehren wurden zerbrochen. Die Naumburger fingen u. a.