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1 (1888) (bis 1551) : mit dem Wappen, einer Siegeltafel, zwei Stammtafeln, einer Karte der Grafschaft Camburg, anderer Kunstbeilagen und Register
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der adlichen Geschlechter zu den Materialien der Special-Geschichte des gc-sammten deutschen Vaterlandes gehören, unterzog ich mich um so lieber dieserArbeit, als mir damit eine erwünschte Gelegenheit geboten ward, dem Wunschemeines langjährigen Gönners und Freundes entgegen zu kommen, auf dieseWeise die zur Seit vorhandenen betreffenden Nachrichten für die Familie zuerhalten.

Der Adel stand durch seine Geburt vor Alters an der Spitze aller Zweigedes Gcmeindelebens und deren Verwaltung, seine Mitglieder wurden von denLandesherren als Baumeister bei dem ersten Gemeinde- und Staatenban zu-gezogen, und wenn das Vaterland in Gefahr war, standen sie Jahrhundertehindnrck als Führer (Vffiziere) nach angcbornon Vorrechten in den vorderstenReihen, den gemeinsamen Hecrd zu schützen und die Neberfälle des Feindeszu bekämpfen. Durch diese Vorzüge wurde ihnen Gelegenheit geboten, schonin weiter Vorzeit von sich reden zu machen. Wenn aber die Namen der inden Kämpfen Gefallenen in einer schreibarmen Seit nicht alle bewahrt wurden,so verzeichnete man lieber die Lebenden, welche den Namen fortführten. Soentstanden Stannnbäume und Ahnentafeln. Erst der neuen Geschichte war esvorbehalten, wen» z. B. im siebenjährigen Kriege nachgewiesen ward, daßz-5 von den Kleist, 2Z von den Belling und von den Kamccke 19 indiesem denkwürdigen Kampfe für ihren König fielen. Diejenigen adlichenGeschlechter, welche in unserer Zeit die Mittel nicht scheuten, Werke über dieGeschichte ihrer Familie herauszugeben, wie dies von den Schliessen, vonden Kleist in naher Erwartung, von den Bohlen, den Krassow, den Gick-ste dt, den Alvonslcb en, Kröcher, Krosigk, Knobelsd orff, den Schnlen-burg, ja ich kann meiner eignen Vettern hierbei rühmlich gedenken, ganzbesonders aber neuerdings von den Winterfell) und den Grafen Wartens-leben geschehen ist, ich sage, alle diese haben sich ein großes Verdienst um dieallgemeine Geschichte erworben, vorzüglich auch, als die heutigen Verfasserleichter Gelegenheit hatten, die Archive zu benutzen und unter Mittheilungvon Urkunden, den wahren (Duellen der Geschichte, ihre Arbeiten zu vollführen.Der Adel hatte, dies ist nicht zu leugnen, bei Hcrvorsnchung dieser Documentesein durch die Seit begründetes Privat-Intercssc. Der Verfasser des gehalt-reichen Werkes über die Wartensleben, Dr. Inlius Graf von Wartensleben,Königl. prcuß. Stadtgerichtsrath, äußert sich hierüber in der Einleitung zu denAhnentafeln folgendermaßen:Alle gesitteten Völker der Vorzeit fanden schondie Kenntniß von der Abstammung der Menschen sehr wesentlich, Homer,plutarch, Tacitus und viele andere berühmte Schriftsteller beweisen aus ihrenWerken nach dem Vorgange der Bibel, daß die Ahncnregister sorgfältig ge-führt wurden, und daß man sich genau darum bekümmerte, von welchen Vor-jahren Jemand entsprossen sei. Waren dies berühmte Leute, so leitete mandiese Abstammung mit Beifügung der Verdienste oder Aemter von Generationzu Generation ab; waren sie solches nicht von Haus aus, so zeigte man, wiesie fähig geworden waren, durch edle Handlungen einen Werth zu erlangen,der sie mit jenen in eine Reihe stellte. Hieraus entstand für das Allgemeine