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Der Zustand des Erdinnern
Entstehung
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zur Wirkung dadurch, daß die Hand das Ventil öffnet. Beiden Vulkanen spielen die durch Kontraktion der Erdrindeentstehenden Spalten die Rolle der das Ventil öffnendenHand.

Vom physikalischen Standpunkt läßt sich gegen die vor-gebrachte Deutung der vulkanischen Erscheinungen wohl schwerlichein Einwand erheben, es sei denn, daß man leugnen wollte,daß die Silikate zu den Substanzen gehören, bei denen Druckverfestigend wirkt. Wollte man aber dieselben zu der Klassevon Körpern rechnen, ans welche der Druck, wie ans Eis, ver-flüssigend einwirkt, so wäre eine Eruption überhaupt unmöglich.Wird Eis stark komprimirt, so schmilzt es selbst bei niederenTemperaturen. Nach Aufhören des Druckes muß das Eis, wennauch vorübergehend, fest werden. Würden also die erdbildendenSubstanzen die Eigenschaft mit dem Wasser theilen, daß sie beimErstarren Ausdehnung erleiden, so müßte ein Spalt in derErdkruste die im Innern vielleicht flüssigen Substanzen zurVerfestigung bringen. Der die Druckverminderung veranlassendeSpalt wird von einem Lavapfropf verschlossen, welcher das alteDruckverhältniß wiederherstellt.

Also, kurz zusammengefaßt: die Silikate müssen zu denSubst anzen gerechnet werden, welche Druck, selbst oberhalb ihresSchmelzpunktes, verfestigt, denn nur unter diesen Umständen istEruption derselben möglich. Der Druck nimmt in der Tiefeganz enorm zu, die Temperatur relativ langsam; mit aller-größter Wahrscheinlichkeit also behält ersterer über die letzteredie Oberhand, und die Magmen sind in der Tiefe starr.

Letztere Behauptung wird noch durch eine ganze Anzahlvon Beobachtungen an Eruptivgesteinen gestützt.

Man sieht in den Dünnschliffen nicht selten Hornblende,Glimmer und andere basische Gemengtheile am Rande eigen-thümlich angefressen, korrodirt oder mit einem Saume von

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