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Um möglichst starke Wirkungen mit den magneto-elektrischeuMaschinen zu erzielen, nahm man zunächst darauf Bedacht, dieMagnete zu vergrößern. Weil aber dicke Stahlmassen nur sehrunvollkommen magnetisirt werden können, stellte man dünnegleichgroße Magnete her und legte sie so aufeinander, daß alleSüdpole unter sich und alle Nordpole unter sich vereinigtwaren. Bald sah man jedoch ein, daß nicht die Vergrößerungder Magnete allein zum Ziele führen konnte, sondern daß esdarauf ankam, mehrere große Magnete in einer Maschine zuvereinigen. Der Erste, welcher diesen Gedanken praktisch ver-werthete, war Stöhrer in Leipzig. Er verband zunächst dreigroße Magnete, so daß ihre Schenkel unter sich parallel warenund die sechs Pole in gleichen Abständen auf einem Kreiselagen, Nordpol und Südpol miteinander abwechselnd. Vordiesen Polen wurden 6 Drahtrollen mit Eisenkernen gedreht,welche gleichfalls in einem Kreise in gleichen Abständen befestigtwaren. Durch einen Stromwender konnten sämtliche Strömein gleiche Richtung gebracht werden. Später vereinigte Stöhrersogar 8 Magnete und 16 Jnduktionsrollen in gleicher Weise.
Die größten magnetelektrischen Maschinen wurden von1863 ab von der französischen Gesellschaft 1'^.Uianos gebaut.Man ging bis zu 48 großen Magneten und 96 Jnduktions-rollen. Diese Maschinen entwickelten so starke Ströme, daß sietrotz ihrer Kostspieligkeit vielfach zu Beleuchtungszwecken ver-wendet wurden, z. B. auf großen Bauplätzen und Leuchtthürmen,sowie in Paris während der Belagerung 1870/71. Langekonnten sich jedoch diese Maschinen nicht als die besten behaupten;sie sollten bald von anderen vollkommeneren verdrängt werden.
Bereits im Jahre 1857 hatte nämlich W. Siemens- inBerlin eine Verbesserung an den magnetelektrischen Maschinenangebracht, welche verhältnißmäßig starke Ströme zu erzeugengestattete. Er befestigte eine größere Anzahl Magnete in paralleler
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