13
welcher jedesmal dann seine Richtung ändern mußte, wenn dieSpulen vor den Magnetpolen vorbeigingen.
Da sich nun aber ein Strom, der jeden Augenblick seineR ichtung ändert, nur in wenigen Fällen verwerthen läßt, sowar die nächste Aufgabe der Physiker, eine Vorrichtung zu er-sinnen, mittelst welcher es möglich ist, die verschieden gerichtetenStröme der Maschine in einer und derselben Richtung durch den
äußeren Schließungsdraht zu senden.Man nennt eine solche VorrichtungStromwender oder Kommu-tator. Figur 2 stellt einen solchenin der einfachsten Ausführung vor.Auf der Drehungsachse sind zweihalbeylindrische Metallbleche so be-festigt, daß sie unter sich und vonder Achse durch nichtleitende Schichtengetrennt sind. Nach jedem dieserbeiden Halbcylinder führt je ein Endedes Drahtes des Elektromagnets.Die Enden des äußeren Schließungs-drahtes drücken mit zwei Federngegendie Achse, die eine von oben, dieandere von unten. Die Drehungerfolgt rechts herum, also von 8 nachoben und dann nach i>l. Wie bereits erläutert, entsteht dann in derauf dem oberen Halbkreise sich bewegenden Spirale ein rechts herum-laufender Strom, während in der anderen sich zu gleicher Zeitein links herum laufender Strom bildet. Da nun die jeweilig obenlaufende Spirale immer nur mit der oberen Feder in leitenderVerbindung ist, so geht der Strom immer von der oberen Federdurch den Schließungsdraht nach der unteren Feder u. f. w., seineRichtung bleibt also im Schließungsdraht stets dieselbe.
(S08)
Fig. 2.