geahnt hätte, daß eine neue Zeit mit der Oerstedschen Entdeckungbeginne. Und wenn auch noch volle 13 Jahre verflossen, eheWeber und der große Gauß den ersten praktisch verwendbarenNadeltelegraphen anfertigten, so folgten doch die Arbeiten derGelehrten, welche sich dem neu entdeckten Zweige der Physikzuwandten, mit einer ganz außerordentlichen Schnelligkeit auf-einander. Für unsere Zwecke genügt es hervorzuheben, daßschon im September des Jahres 1820 der Franzose Arago dieBeobachtung machte, daß ein Draht/ welcher vom galvanischenStrom durchstoßen wird, Eisenfeile anzuziehen vermag, daßferner ebenfalls noch im September 1820 Ampsre die grund-legenden Beobachtungen zu der langen Reihe von Entdeckungenmachte, welche 1826 in der Ampsreschen Theorie des Magnetismusihren Abschluß fanden. Die praktischen Resultate dieser Theorielassen sich, soweit sie für unsere Zwecke erforderlich sind, infolgende Sätze zusammenfassen: Jeder Magnet kann alseine von elektrischen Strömen dnrchflossene Draht-spirale angesehen werden. Hat der Beobachter denNordpol des Magnets vor sich, so bewegt sich derPositive Strom in der Drahtspirale links herum d. h.dem Zeiger der Uhr entgegcngerichtet, hat er dagegenden Südpol vor sich, so läuft der positive Stromrechts herum. Umgekehrt kann auch jede von einem galva-nischen Strome dnrchflossene Drahtspirale au? die Stelle einesMagnets treten.
Obgleich aber bereits im Jahre 1822 Ampöre die magnetischenWirkungen der galvanischen Spirale, welcher er den NamenSvlenoid gab, vollkommen bekannt waren, kam man doch erstim Jahre 1826 von anderer Seite — Brewster und Sturgeon,beide unabhängig voneinander — auf den Gedanken, in einevom galvanischen Strom dnrchflossene Drahtspirale einen Stabweichen Eisens zu stecken. Die magnetischen Wirkungen eines
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