Druckschrift 
Alexander der Grosse
Entstehung
Seite
19
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Ich übergehe, wie Alexander über den Hellespont ging,noch einmal an Achills Grabe zu schwärmen, wie persischerHochmuth am Grauikus die letzte Chauee des Sieges ver-schmähte, die Ufer des Flusses durch die griechische Infanteriein ihrem Dienste vertheidigen zn lassen, nnd so nach wüthigem,aber fruchtlosem Kampfe nur die Trümmer des Heeres auf dieHochebene von Kleinasien rettete. Alexander ließ sie ziehen,ihn rief jetzt eine höhere Aufgabe, er hatte der griechischen Be-völkerung längs der Küste Kleinasiens Freiheit und Ordnungim Innern zugesichert. So rückte er ab nach Süden auf Sardesnnd dann weiter auf Ephesus, danach die Küste des Archipelagusentlang, schon durch die Nähe, in welcher er Griechenlandgegenüber weilte, jeden Gedanken au eine Auflehuuug derGriechen gegen ihn beseitigend. Von Widerstand seitens derPerser war nicht die Rede, Stadt, Burg, Schatzkammer vouSardes ward ausgeliefert. Er ernannte ihnen natürlich einenStatthalter aus dem Kreise der Seinen. Dann ordnete er dieVerhältnisse der griechischen Städte im Innern an der griechi-schen Küste, welche die Perser durch einseitige Begünstigungder Aristokratie beherrscht hatten, die vom Volke grimmig ge-haßt wurde. Aber die Bildung, auf die sich ursprünglich jeneOligarchie gestützt hatte, war längst Gemeingut geworden.Alexander berief die Demokratie zur Herrschaft, gab ihr Ver-fassung und Gesetze und wehrte Ausschreitungen der Rache.Es waren Landsleute uud als solche behandelte er sie. Durchglänzende Feste bei den Nationaltempeln wußte er dem neuerwachsenden Volksleben einen inneren Halt zu geben. Aberbei Milet schon nahte ihm eine neue Gefahr i es erschien einepersische Flotte vou 4V0 Segeln unter phönizischen Führern.Mit Mühe sicherte ihm die seinige den Hafen, sah sich abermit ihm daselbst eingeschlossen. Auch die Stadt machte neueAnstalten zur Gegenwehr, freilich erst als die Vorstadt bereits

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