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Alexander der Grosse
Entstehung
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ein halbes Jahrtausend die Welt beherrscht hat, welche uns schonals Kinder in der mittelbar aus ihr stammenden Blüthenzeitder römischen Litteratur in ihre Lehre nimmt. Und wenn dennnur gelten soll, was in den Bereich der Sinne und des Irdischenfällt, so stehen wir zwar nicht vor der Schöpfung eines Welt-reiches, aber vor Reichen, die lebensfähig und golden warengegen den Despotismus, der bis dahin dort geherrscht. Es ist,wie gesagt, Alexander der Große, den ich meinen Lesern heuteinmal vorführen möchte, ein Mann, der nur zu sehr von un-gerechten, ja albernen Urtheilen begeifert wird und doch, näherbetrachtet, zu den edelsten und glänzendsten Gestalten gehört,welche das Alterthum aufzuweisen hat. Eine bessere Einsichtverdanken wir Schlosser, Niebnhr und vornemlich Droysen, aberunsere Handbücher scheinen sich derselben altem Schlendriangemäß zu verschließen. Das Vorurcheil ist eben eine Machtund eine große.

Bekennen wir aber hier gleich am Eingange: es ist ihm,dem nach Ehre und Ruhm Geizenden, ein hartes Los gefallen;wie schneidig berührt es uns, wenn wir ihn voll Drang dieWelt mit sangeswürdigen Thaten zu erfüllen den Achilles anseinem Grabe selig preisen hören, daß ihm das Geschick einenHomer zum Herold seiner Thaten gegeben habe, und danebendenken, daß keine der Schriften, welche die Zeitgenossen seinenThaten widmeten, auf die Nachwelt gekommen ist und uns nurein schwacher Abglanz aus wenigen abgeleiteten Quellen geblieben,ein Bild, verkümmert, verzerrt und entstellt wie wenige, kaumein Wort über das, was er gehofft, gefühlt, gewollt.

Alexander war der einzige Sohn, wenn auch nicht dereinzige Sproß aus der Ehe König Philipps von Makedonienmit der illyrischen Prinzessin Olympias. Die Makedonier warender nördlichste der Griechenstämme undj bewohnten die Thälerdes Haliakmon, Axius und Strymon. Durch das Olympns-

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