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3 (1719) Von dem alten und neuen Africa
Entstehung
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58
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Des funffeen Buchs IV.

welcher um diese Zeit fallt, und die Reinigkeit seines Wassers verderbet, zuge.schrieben wird; aledat n wird dasselbe uniicblich, und verlieret seinen gewchr.lchen Geschmack; wanner aber wieder fallt, so wird es roch, welches man deinSand, den dieser Fluß von Abyssinien, allwo es viel rothen Sandes giebtbis in Egypten jähret, beymisset.

Unter verschiedenen Ursachen, welche die , dich Crgiessung

auszulegen, anführen, schreiben sie bisweilen die Urssch denen Regen in Aby5finien zu, welche um die Zeit unserer Sonnenwende hanffig zu fallen pfieacinbisweilen messen sie solches dem grossen Schnee, weicher um eben diest Zeitdie Berge in Nubia bedecket, und wann er lchmeltzt, dielen Fluß ergrössert,bey. Es haben aber die Lri-ici an diesen Ursachen kein Genügen, sondernsagen, daß es nicht alle Jahr in diestn Landern 'o starck regne oder schncye,und daß nichts destoweniger jährlich das NiUWaster ab-rn d zunehme.

Der ?. Vi.nzlei> ist der Meynung, daß. obwohl viel Ursachen, wegen desZunehmei s des Nils gegeben werden könten, so >ey jedoch die fermem-mvn,oder Umtreibung, so von dem Thau herrühret, die vornehmste. Dieser Tm,sagt er, ist, nach des gemeinen Mannes in Egypten Mey'm g, nichts , ia^ö die Barmhertzigkeit, und der Segen GOttes, welche darinnen bestehet,ixß sie glauben, daß den i -. ssuni,. an weichem Tag sie das Fest des Ertz«G gelsSt.Michael feyerlich begehen, GOtt diesen Ertz»E>>gel herab sei de, den ')>ilumzuileiben. und auffschwellend zu machen. Diejenige aber, so etwas klügersind, sagen, d'ß der Thau, weicher in dem letzten vierdtenTheil selbiger Nacht,das ist, gegen die Morgen rothe unsers 17. hmn fällt, die ?ermcnrarion desNils verursachet, die ^üfft von allein bösen Feuchtigkeiten, welche dieselbe zurZeit deroder Ostern, anstecken, reiniget, und mit einem Wort,allenSingen, worauf er fallt, Krafft und Srartte mittheilet. Über diß, so hältks dieser Geistliche fnr gai tz gewiß , daß einig und allein der Thau die ?er-lvemariun des Nils verursache, welches man, wie er sagt, äugen cheinlichwahrnehmen könne; dann <obalo derselbe gefallen, so beginnet das MWasser allgemach stinckend zu werden, und eine grünliche Farbe, wie ein mitMooß bedeckter See, zu gewim cn. Diele Farbe wahret in etlichen Jahren-y.Tage, in andern aber noch langer, jedoch aber nicht über 40.Tage. ÄieEgyprier 1 em en diese Zeit, darinnen der Nil grun ist, ü ckar rzvl.ir. undmuß man alsdann in Eaypwn grosses Ungemach ausstehen, weil das Wassev gantz ungelehmack und faul, und das süsse sehr übel zu bekommen ist. Aiebeste Meynung aber ist des u. Schotten seine, weicher sagt, daß es nirgendsanders, als vom Meer herkommen könne, welches sich durch unterirdischeGange in die Höhle eines Berges verlauste, wie wir solches, wann wir vonAbyssmim reden werden, weitlausttiger ausführen wollen.

Jer