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Baumeister Sr. Malmendier Uber die Wahl geführte, vor wolregierendeHerrn Bürgermeister in Originali offengelegte und hiebei nochmalsin Copia angefügte Wahlprotocollum nachweiset.
Nun hat sich immittels in Betref der beiden Meistern Slanislaus,weil diese als Gesätz Verbrecher sich so wenig dem Zunftssprucheals auch jenem der wolregierenden Herrn Bürgermeistern selbstfügen wollten, zugetragen, dass selbige diesertlialb zum votirennicht angenommen werden wollten, deren Stimmen sodann einstweilenreservirt blieben.
Sicherer Mitmeister Reisen, der nur mit 60 Stimmen abgelesen,und mir Remonstranten (massen ich deren 62 hatte) nachgesetztwurde, glaubte auf die zwo Stimmen der Meister Stanislaus einerworbenes Recht zu haben, zitirte mich vor wolregierende HerrnBürgermeister, wo denn auf durch den Meister Reisen, den ZwölfterJardon und Baumeister Sr. Urlichs angebrachter Klage, und nachangehörten Reden und Gegenreden die Stimmen der beiden MeisternStanislaus als gültig erklirrt wurden; dem zufolge ward derabgestandene Baumeister Sr. Malmendier mit dem Original Wahl-protokoll vorgelassen, die Stimmen eines jedweden Praesentatiwurden in Beiseyn beiderseitiger Meistern von wolregierenden HerrnBürgermeistern selbst nachgezählt, die zwo nicht mitgerechnetenqs Stimmen dem Meister Reisen und übrigen Praesentalen durchden Herin Syndieus Pelzer angeschrieben, und da also MeisterReisen auch 62 Stimmen hatte, zog selbiger mit mir das Boos undicdi behielte durchs Loos nochmals die Zwölfterstelle.
Wegen dem geführten Wahlprotokolle ward hiebei derabgestandene Baumeister Sr. Malmendier zu Rede gestellt, welcherin Beysein beiderseitiger Partheyen wolregierenden Herrn Bürger-meistern an Eidesstatt versicherte, bei Führung dieses Protokoliesso zu Werk gegangen zu seyn, dass er dabei keinem eine Stimmezuviel, noch auch zu wenig angeschrieben hätte; mit welcherfeierlichen Versicherung ein hoehlöbliches Richteramt so, alsPartheyen selbst sich begnügten.
Auf solche Art zum Zwölfter gewählt, liab ich sonach denZwölftereid zu Händen wolregierenden Herrn Bürgermeistern förmlichausgeschworen, bei unserm Zwölftertische unter dem Vorsitze desjetzigen Baumeisters Sr. Urlichs wirkliche Zwölfteraktus ausgeübet,und bin seitdem in ruhigem Besitze meiner Stelle geblieben.
Da nun unsere Zunft sicher glaubte, alle der Wahle wegenentstandene Unruhen gänzlich gedämpfet zu haben, und an nichtsweniger als an neue Empörungen dachte, lässt sich auf einmalder Mitmeister Knops (der zufolge Wahlprotokoll mit Zusetzungder zwoen strittigen, nur 59 Stimmen hatte) beifnllen, mit Zuziehung