Druckschrift 
3 (1890)
Entstehung
Seite
555
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werden dafür halte, alles treulich und ohne gefährde, so wahr mirgott helfe und sein heiliges evangelium etc.

Juramentum obstetricu m

Ich N. N. gelobe und verspreche, aislang alliier eine Wiesfraubin, meinem H. Erzpriester und der heiligen Send dieses KöniglichenStuhls und freien Reichsstadt Aachen getreu und hold zu sein, undsolch ein Amt als eine ehrliche christkatholische frau getreulichstzu verrichten bei den armen sowohl als reichen, urab ziemlichebelolinung.

2. Weibspersonen noch jemand anders soll ich keine aber-gläubische unerlaubte und verbottene Mittel oder Künste entdecken,lehren oder rathen, viel weniger solcher an oder bei ihnengebrauchen, deren vielleicht vermerkende heimliche aber soll ichverschweigen,

3. Durch meine Unachtsamkeit und Unwissenheit will ichMutter und Kind keineswegs in lebensgefahr kommen lassen, sondernbei dero Vermerk- oder besorgung andere erfahrenere oder ver-ständigere frawen oder Doetoren gern ralhs fragen und folgen.

4. Die in lebensgefahr seyenden Kinder soll ich in Meinungder christkatholischen Kirche mit purem wasser und diesen werten:ich taufe dich in na äffen des Vaters, und des Sohnes und desheiligen Geistes. Amen, thun oder selbst taufen.

5. mit meinem wissen, willen oder Rath soll kein Kind ausserder Stadt oder anderswohin (ohne Vorwissen des Herrn Erzpriesters)zu taufen als auf allhiesige St. Johannes tauf getragen, wederirgendwo hin gelegt oder gar ohne die heilige Taufe verborgenwerden ohne Consens E b. Sendgeriehts

6. einer unbekannt oder unverheiratheter in Kindsnöthensteckender person werd ich eher nicht beistehen mit rath oder thatbis sie mir auf den Band dessen sie verlangt entbunden zu werden,ihren und ihrer tragt Vaters Vor- und Zunamen, wohnplatzProfession und handthierung klar und aufrichtiglich ausgesagt.

7. allweiche aussage solle alsobald dem herrn Pastoren, inwessen Pfarr solche Kindbetterin eingelegen ist, schriftlich und alsodurch ihn der h. Sendt ansagen.

8. also und ebenmässig anbringen diejenige so mir anein- oder anderen dieser Punkten würden hinderlich seyn oder auchbei denen in Kindsarbeiten liegenden mehr nöthige weiber weigern.

9. und dies werd ich nicht lassen noch wissentlich versäumenumb einigerlei Sachen willen, die mich davon bringen oder abhaltenmöchten, als um hass, Neid, freundschaft, feindschaft, geschenlc,gunst, Versprechung, Krankheit, angst meines leibs oder wie sonst