Druckschrift 
3 (1890)
Entstehung
Seite
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Weiches mit der grössten Sensation von jedem Anwesenden be-wundert wurde.

Vorerst, und vor allem ist zu bemerken, dass dieses Kästchenmit einem gewöhnlichen Schlüsselloch versehen aber nirgend sichein Schlüssel vorfand, dann mit einem leinen Band umwunden undmit einem Siegel versehen. Dies Band wurde zerschnitten undverschiedene probirten dieses Kistchen mit einem krummen Nagelzu eröffnen, welches aber vergebens; so reichte der Herr Bischofselbes der Kaiserin Josephine. Diese nahm selbes und denAugenblick so selbes faste sprang dies kistchen offen, welche Be-stürzung dieser Vorfall denen Anwesenden verursachte, kann einjeder leicht denken, dies Geheimniss blieb ad interim verborgen.Als wir hernaeher bei dem Hr. Bischof im Hause dieses untersuchtenund fanden, dass das Schlüsselloch nur figuratis war und dasKästgen mit einem Tresor oder Springfeder versehen war. Ist.auch falsch dass auf diesem Kistgen diese InschriftNolime längere",wodurch nun wohl das alte Mürchgen von Noppins zurückfallenwird, dennoch hing an diesem Kistgen ein l'ergamentes Briefgenmit alter lateinischer Inschrift wie folgt: Anno millesimo trecentesimoquinquagesimo sexto festo magnae dedicationis ecclesiae fuitordinatum per hoc Capitulum specialiter indictum, quod praesensSareulum, cui haec schedula est appensa de cetero non aperiaturet hoc propter statum antedictae ecclesiae.

Nur Schade und bis in die späteste Nachkommenschaft zubedauren, dass der sonst so beliebte und würdige Hr. Bischof sichdurch schlecht denkende Menschen hat dahin beschwätzen undbetäuben lassen, die von einheimischen und fremden Kennern undLiebhabern von hundert Jahren her so äusserst bewunderte pag 20angeführte kupferne Kunststücke hat vernichten lassen, und in dieSchmelzhütte nach Stolberg zu 7 Sttiber das Pfund verkaufen lassen,welche bis am Ende der Zeiten nicht mehr zu ersetzen sind. Aberwahrhaft mit betrübtem Herzen sagte selber Mann eines Tags inder Kirche zu mir, da ich ihtne über verschiedenes sprach:Wennich gewusst, hätte was ich itzo weiss, so wäre vieles geschehen,was jetzt nicht geschehen, und vieles nicht geschehen, was jetztgeschehen ist..' 1 Dies waren wahrhaft seine Wörter. Ach welchundenkliches Unheil hat nicht die französische Revolution inunseren Tagen in die Welt verursacht.

Zu Noppius I, 5.

Nebenseitig bemerktes Grabmal des Kaisers Otto, seinesNamens der Dritte, habe ich als dermaliger Kirchmeister derKathedralkirche auf Befehl des Herrn Präfekten Mechin und seiner