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3 (1890)
Entstehung
Seite
351
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die Exekution thun sollten. Dieses wollten die Officiers noch auch 1769der Meyer sambt seine Gesellen nicht glauben, dass dieses der Königvon Preussen thun sollt gegen ihren Churfilrst, endlich sagen sieden Ernst von demselben, da wars Zeit dass sie abmarschierten.Wan sie noch hatten 2 Tilg verweilet so waren die Kaiserl schonbeordert von Prins Karl von Brüssel gleich abzumarschieren nacherAachen und die Pfaltzer mit Gewalt zu delogiren.

Lunae 6. ta Martii 1769.

Zu Aachen Bürgermeister und Rath contra Churpfalz alsHerzog zu Gülich und Berg, puncto comminatarum ulteriorumviolentiarum modo fractae pacis publicae den gewaltthiltigen Einfallin die Stadt Aachen betreffend,

Publicatur Resolutio Caesarea: Ihro Kayserliche Majestäthaben gehorsamsten Reichs-Hof-Raths Gutachten allergnädigtapprobiret, deine zufolg

l.mo. Fiat gegen den Herrn Churfürsten zu Pfalz als Herzogzu Gülich und Berg und dessen nachgesetzte Regierung zuDüsseldorf Mandatuni de indilate avocando milite violenter inCivitatem Aquensem introducto, sub connninatione Execut.ionisin casum non praestitae promptae ac plenariae paritionis, sub hodiernoin Principes Condirectores Circuli Rhenano-Westphalici jam decretaede imposterum ab Omnibus factis violentis abstinendo, & non viafacti sed juris procedendo, desuperqueCautionem idoneam praestando,nec non causata danina & expensas resarciendo, S. 0. sub poena2000 Marenrum Auri & termino duorum Mensium.

2do. Cum huius notificatioue rescribatur dem Herrn Chur-fürsten zu Cöln als Bischofen zu Münster und dem König inPreussen, Churfürsten zu Brandenburg, als Herzogen zu Cleve,beeden mitausschreibenden Herren Fürsten des Nieder-Rheinisch-Westpliillischen Creyses: Dieselbe würden aus dem copeylichbeygeschlossenen Kayserlichen Mandat in mehrerem ersehen, wasgestalten der Herr Churftirst zu Pfalz Sich nicht entsehen, unterdem Vorwand der Vertheidigung einiger Gerechtsame seiner vonKayser und Reich Pfandweise innhabenden Vogt-Majorie zu Aachen,besagte Reiclis-Stadt mit 2000 Man und bei sich geführten Geschützund Sturm-Leitern überziehen, mit Einhauung der Stadt-Thor sichderen würklich bemächtigen, und die Behausung der Magistrats-Personen mit einer ganz übermässigen Anzahl Mannschaft belegenzu lassen.

Diese unerlaubte Thathandlung seye mitten im Frieden, undzu einer Zeit geschehen, wo Kaiserliche Majestät mit dem gesamtenReich Sich das gemeinschaftliche angelegenste Geschäft machten,die Ehre der Gesätze, den darauf sich gründenden allgemeinen