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1 (1890)
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liehen Absicht: Wie manch einer, der eben in einem Hause derMisvergnügten wohnte, wurde mit der Ausräumung bedrohetund würlclich, wenn er unbiegsam war, vor der Thür gesetzt, wiemanchem dargeliehene Gelder aufgekiindiget Vergünstigungeneingezogen und seinem Hache die bisher vergönnte Nahrungaus dem nemlichen Grunde entzogen. Die Raserei ging bis aufdie Almosen, die dem undanksamen Dürftigen, der sie lange ge-nossen, nunmehr bis auf Hunger und Durst versagt worden, tau-send Auftritten von dieser und noch grässlieherer Art zu geschwei-gen die man sich aus dem beschriebenen Verhältniss leicht, abernicht abscheulich genug, denken noch beschreiben mag.

§ 17.

Mitten in diesem Unwesen bepflanzten sie ihre angeworbenenAnhänger in verschiedenen Schenken der Stadt, worauf ihre Postenallen die wollten, das freye Zechen dargeboten wurde; Man kannsich leicht vorstellen, dass diese Schenken wo Bier und bachweise 1 )floss, dem 1 ) Pöbel haufenweise an sieh ziehen mussten, und auch kannman sich unschwer die Unordnungen denken, welche die Folgendieser Verführung des Pöbels waren. Die Werkstätte warenausgeleert, die Fabriquen litten, die Kaufleuten, wenigstens dieje-nigen, die zur Fahne des Loneux und Consorten nicht mitge-schworen hatten, klagten bitter darüber, und die ihre bei Tag undNacht in diesen Häuseren der Scliwelgerey sich einfindenden Ar-beitsleute verabschiedeten, zahlte diese gerechte Strenge theurer,indem sie und ihre Häusser den Anfällen und Wuth dieserSchwärmer blosgestellt waren.

§ IS-

Dieses tobende Verfahren wurde bis auf die Zeiten der Zunfts-Wahlen fortgesetzt. Während dieser ganzen Zeit wimmelten dieStrassen von Trunkenbolden, deren Wuth durch das Ausscheltenund Verläumden derjenigen, die dem alten Magistrat zugethanverblieben, vollends angeblasen war. Loneux, Cromm, Vossen,van Houtem, Bettendorff etc. etc., hinter sich im ersten Rangedurchgängig ein Schwärm Notarien dann eine Anzahl ihrerersten Partisanen und angeworbenen Rekruten und endlich einunzähliger Haufen des liederlichsten Gesindels und der frechestenBuben liefen durch die Gassen der Stadt, die ersten warfen denndurchgängig Gelder aus, die anderen gaben das erste Gelaute ge-wissermassen in Forma von sieh, dann erscholl die Luft von dengrässlichsten Tönen der dritten und letzteren, Vivat Lonneux, vivatdie neue Parthey war immer ihr Kriegsgeschrei, das sich gewöhn-

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