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gang den ihr Tadel wider die Magistrat gemacht hatte, wahrnahmen,und dabei leicht berechneten, dass sie dadurch den Sturz des Ma-gistrats so wenig bewürben, als wenig ihre Amtssucht befriedigenwürden, so legten sie die Larve bald ab, und fingen an sieh umdie Magistratsstellen öffentlich zu bewerben, wobei sie sodann sich
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die Begriffen machten, dass, um zu diesen Stellen zu gelangen,deren Vergebung von der ganzen Bürgerschaft abhängt, und, umden dazu berechtigten grossen Haufen zu gewinnen, ganz andereMittelen, als Schreibereyen und Sophistereien wider die zeitlicheRegierung anzulegen waren, neinlich dass sie sicbs Cfold kostenlassen — und den Fanatismus erhitzen musten.
§ 15
Sie thaten bald eins — und anderes. Der Schöffen von Lo-neux erhob einige taüsenden Louisd'or bei verschiedenen Kaufleutenund Kapitalisten. Seine öffentliche und geheime Anhänger trugenihr Pfund hinzu nach Maasgabe ihrer Kräfte und Verschwendungs-lust. Mit diesen blendenden Waffen zogen nun Loneux und seineAnhänger nebst einer ganzen Schaar Notarien, die würklich alleauf ihrer Seite erkauft waren, bei Tag und Nacht — keine Stundewar ihnen zu frühe oder zu spatli — öffentlich durch alle Gassenund Gässchen der Stadt, hauptsächlich verfielen sie auf die minderbemittelten Zunftsgenossen los, brachten alle mehr und wenigerrechtschaffenen Männer in Versuchung und thaten so ungeheurverschwenderisch, dass sie öfters für eine einzige Stimme einerZunft, die bis an 200 Köpfe zählt, mehröre 100 Reichsthaler dar-geboten — ja bis 100 Louisd'or gegeben haben. Die Sache istheute so notorisch, dass man diejenige öffentlich mit Fingern be-zeichnet, die in dieser Art sich auf die Seite der Querulanten habenhinreissen lassen.
§ 16.
Die Stimm-Werberey und Erhandlung ging nicht blos aufdiese Art der rasendsten Verschwendung vor sich, sondern es wur-den alle andere Mitteln der Verblendung und Verführung in demäussersten Grade an Händen genommen.
Die ausserordentlichsten Versprechungen, deren Erfüllungmöglich und nicht möglich war, und schriftliche Zusicherungenvon allerley Innhalt, die Loneux et Consortes den stimmfähigenZunfts-Gliederen unter den niederträchtigsten Geberden, bald knie-fällig, bald mit Umhalsungen aufgedrungen, und wovon einige be-glaubte Abschriften in den Anlagen Ziffer 9 bis 12 inclusive zul-z iffer9t>isi2geschwinden Einsicht angefügt werden, waren ihnen am geläu-figsten, weil sie ansonsten eineu Brunnen Goldes ausgeleert hätten.
Nicht weniger unterliessen sie kein Mittel des Zwanges zur nein-