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1 (1890)
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würde gelegt haben, wenn nicht das Dauvensche Haus aus derangeführten Ursache umstellt geblieben wäre. (§. 124.)

§. 20-5. Nachdem nun am 23ten Junius der grosse Rathdie von den Dauvenschen Partheygängern geschmiedeten Ueber-kömmste vom 14 und 22ten Junius zum sichern Zeichen ihrerUnrechtmässigkeit kassirt hatte, so erwartete alles den folgendenTag, als an welchem die wichtigen Wahlen der Beamten undNeumänner vor sich gehen sollten. An diesem Tage, den 24tenJunius, gieng der Dauvensch gesinnte Theil des Raths aus demWylreschen Haus in einem Zug aufs Rathhaus, um welches sichdas diesmal ganz besonders neugierige und seit vorigen Tägen nochnicht beruhigte Volk voller Erwartung herandrängte. Oben imRath wurden zur Verfälschung der Wahlen gelbe Wahlbrielchergebraucht und die Dauvenschen Anhänger entblödeten sich nicht,mehr Stimmen abzugeben, als Stimmende waren, so dass am Endein dem Wahlbecher sich mehr Walilbriefcher fanden, als Rathsherrengegenwärtig waren. Die Nachricht vom erstem erfuhr der Pöbeldadurch, dass der Weinmeister Peters von den gebrauchten gelbenBriefchern einige durch die Fenster des Rathhauses hinunter aufden Markt warf, so wie das letztere durch andere Leute, welchein dem Vorzimmer des Rathssaals ab- und zugiengen, erscholl.Um die nämliche Zeit verkündigte der Wylresche Bediente miteinem höhnischen Jubel auf dem Markt, dass die Wahlen für diealte Parthey ausgefallen seyen, und so ward jetzt mit der schröck-baren Nachricht, dass die alte beym Regiment bestätigt und dadurchalle bisherige Hoffnung zu Besserung der Verwaltung verschwundensey, dem Volk (denn nur von dessen Bewegung ist hier die Rede)zugleich auch dieses bekannt, dass der von ihm so sehr gehasstealte Rathstheil diesen Streich durch Verfälschung der Raths wählzu Stand gebracht hätte, wobey ihm nun natürlicher Weise allesvorausgegangene wieder von neuem und lebhafter auffiel.

§. 206. Die Beschwerden waren bekannt, grösstentheilserwiesen, unter den Augen des Volks übel oder gar nicht widerlegt,und blieben also dem Rath zu Last, der sie nicht hatte untersuchenwollen. Dieser hierüber nicht gerechtfertigte und natürlicher Weiseverhasste Rath hatte, um sich bey dem gegründeten Unwillen derBürgerschaft doch noch länger bey seinen Stellen zu erhalten, aufdie unerlaubteste Art und zu kundbarer Kränkung der Wahlfreyheitgemäckelt, da dieses nicht verfangen wollte, die Wahlen durchangestiftete Händel zu stören gesucht, endlich um sich durch seineobrigkeitliche Gewalt selbst unrechtmässiger Weise zu schützen,die Wahlen wiederhohlt zurücksetzen und sich verewigen wollen,und da alles dieses nicht gefruchtet hatte, so erschien die Nachricht,