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beyspiellose zu Gewalttliätigkeiten beorderte Besetzung des erstem,und da seine Erwartung durch die Art des Antrags betrogen ward,weil die Sternzunft im Rath selbst sich der Bürgerschaft annahm,so liess er diese durch seine Anhänger mit Gewalt zum Schweigennöthigen. (§. 86.)
§. 191. Nun war also alle Hoffnung verschwunden; einebürgerliche Deputation wurde nicht angestellt, die gegebene Aus-kunft hatte bey der Bürgerschaft mehr für als gegen die Beschwerdengesprochen. Ohnehin wurde die Vorlegung eines Kontrakts erwartet,welche in der eben erwähnten Raths Versammlung hätte geschehensollen, aber statt dieses zu thun und die Beschwerden vorzubringen,hatte Herr Bürgermeister Dauven zum sichern Zeichen, dass ersich vor einem wie vor dem andern fürchte, das Rathhaus untenmit Soldaten besetzen lassen und oben den Vortrag der Be-schwerden mit Gewalt verhindert.
§. 192. Jetzt musste nothwendig-die Ueberzeugung eintreten,dass der Magistrat wirklich malversirt habe und dadurch alleUntersuchung zu hintertreiben genöthigt sey, durch welche seinenicht zu rechtfertigende Handlungen entdeckt und erwiesen werdenwürden, daher dann das Volk im höchsten Grad gegen einen Mannund seine Anhänger aufgebracht ward, welche zusammen in Aachenso übel gewirthscliaftet hatten, dass alle ihre Handlungen sowohl,als ein von dem Haupt getlüitigter Kontrakt in Finsterniss verstecktbleiben und dieses mit der ungerechtesten Gewalt erzwungenwerden musste. Auf diese Ueberzeugung konnte nun nichts anderesfolgen, als dass ganz Aachen sehnlichst wünschte, eines solchenRegiments los zu werden, bey welchem nichts gutes mehr zuliotfen war und dessen Verwalter durch jenes unrechtmässigeBenehmen die gerechte Empfindlichkeit der Bürgerschaft und dieVerbitterung des Volks erregt hatte.
§. 193. Es war alles versucht worden, man hatte demMagistrat alle Zeit gelassen, alle Gelegenheit gegeben, sein bisherigesBetragen zu rechtfertigen und sich so mit dem beleidigten Staatwieder auszusöhnen; da er aber von allem diesem nichts thunwollte, sondern durch sein Weigern sowohl als die Art desselbendie gegen ihn gefasste Meinung bestätigte, so musste er in einemdemokratischen Staat den allgemeinen Hass sich nothwendig zuziehen.
§. 194. Der Bürger sprach jetzt von nichts anders mehr,als den Fehlern, deren sich seine Obrigkeit schuldig gemacht undwünschte eine neue Regierung, welche selbige verbessern sollte,wo denn bey redlicherer Verwaltung der städtischen Einkünfteauch der einzelne Einwohner nicht mehr so hart gedruckt werdenwürde; und da dieser allgemeine Wunsch oft genug wiederholt