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Erklärungen dahin: dass zu der nach Brüssel gegangen seynsollenden Deputation und Ausfertigung eines Commissorii hierzuweder ein Stadtsiegel noch die Unterschrift eines von ihnen gebrauchtworden sey, wie dieses die Anlage Nuiu. 115 erprobet.
§.170. Da es dem ungeachtet gewiss war, dass man inBrüssel zum Verderben der Stadt Truppen negotiirte, so wurdenauf Befehl des Herrn Bürgermeister von Wylre Herr Schöffenvon Loneux und Dr. Vossen als Deputirte des Raths und derBürgerschaft nach Brüssel gesandt, damit diese bey in Aachenwirklich wieder hergestellter Ruhe das drohende Gewitter abwendensollten: wozu ihnen die nöthigen Zeugnisse, Protestationen der Zünfteund ihr Commissorium von Seite des Raths nach Num. 116 inGegenwart und auf Befehl des Herrn Bürgermeister von Wylredurch den Rathssekretair Becker unter Beydruckung des Raths-siegel ausgefertigt und so alles dieses unterm 30ten Junius undlten Julius durch Estaffetten nachgeschickt würde.
§. 171. Ereytags den 30ten Junius wurde vor dem andiesem Tag unter Vorsitz des Herrn Bürgermeister von Wylregehaltenen gewöhnlichen kleinen Rath, in welchem die eben besagteAusfertigung des Commissoriums beschlossen worden war, auchdie Vereidigung *) der am 26ten verordneten Deputation nachNum. 117 vorgenommen.
§. 172. So war bisher Herr Bürgermeister von Wylre täglichauf dem Rathhaus erschienen, hatte daselbst ausser den besagtenwichtigern Amtsgeschäften auch alle kleinere bürgermeisterlicheVerrichtungen **) besorget, war auch Morgens den lten Juliusdaselbst gegenwärtig, veranstaltete auf der Kanzley die noch nachBrüssel nachzusendenden Expeditionen und requirirte bey dieserGelegenheit die beiden gegenwärtigen Magistratsprocuratoren Strauchund Zimmermann, dass sie in der Eigenschaft als Notarien einZeugniss ausstellen möchten, wie noch wirklich jetzo in dem
*) Diese Vereidigung geschah auf besonders von mehrbesagtemregierenden Hn. Bürgermeister veranstaltete Ladung vor der Rathsstunde,und da mehrere der Hn. Deputirten von der zu übernehmenden Bürdevorher nicht unterrichtet waren und sich derselben zu unterziehen einigesBedenken trugen, so redete dieser Herr Bürgermeister ihnen hierüberernstlich zu, dass jeder Bürger bey jetzigen Umstünden zum Bessten desStaats etwas zu thun schuldig sey, und so brachte er es dahin, dass alleihren Eid im Audienzzimmer in seine Hände ablegten: welche Vereidigungdann auch in der unmittelbar darauf gefolgten Rathssitzung auf seinenVortrag bestätiget ward.
**) Liess sich unter andern von den Stadtsoldaten den gewöhn-lichen Rapport abstatten.