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1 (1890)
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496
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§. 166. Der Ratli war hiermit sogleich einverstanden; manbefolgte diesen Vorschlag, setzte die verlangte bürgerliche Deputationzu Untersuchung der Beschwerden nieder, und mit einigen andernjetzo nüthig scheinenden Verfügungen ward diese Rathssitzungbeschlossen, wie alles dieses die sub Num. 114 beyliegende Ueber-kömmst des breitern bewahrheitet.

§. 167. Dieweil man noch hieran arbeitete, ward der Zulaufdes Volks immer heftiger, und da dieser alles befürchten liess, *)so entschloss man sich, den mehrgesagten Schöffen von Loneuxdurch eine Rathsdeputation ersuchen zu lassen, dass er doch aufsRathhaus kommen möge, weil man ihn ohnehin zu befragen habe,ob er eine nüthig gefundene Deputation nach Brüssel übernehmenwolle. Herr von Loneux war hierzu willig: er kam aufs Ratlihaus,und seine Gegenwart mit Bekanntwei'dung des obangeführtenUeberkömmsts und der darinn enthaltenen Niedersetzung einerbürgerlichen Deputation zu Untersuchung der Beschwerden thatwirklich aufs Volk so gute Wirkung, dass es mit vollem Frohlockenauseinander gieng, desselben Abends der grösste Theil der Stadtilluminirt ward und von nun an alles ruhig blieb.

§. 168. Gegen das Ende des eben beschriebenen Ueberkömmstswar auf Erinnern des Herrn Bürgermeister von Wylre beschlossenworden, dass die beiden Secretarii Couven und Meyer des andernTags verhört werden sollten: ob zu Bekräftigung des einigenGliedern des altpartheyisehen Raths geschehenen Auftrags, zuBrüssel Kriegsvölker zu fodern, ob hierzu und zu Ausfertigungdesselben das Stadtsiegel gebraucht worden und ob keiner vonihnen unterschrieben habe? Ingefolg dieser Verfügung wurdendiese Secretarien auf den andern Tag vor Herrn Bürgermeistervon Wylre zu erscheinen vorgeladen, wobey man ihnen die Ursachedieser Ladung mittels Uebersendung des solche enthaltendenUeberkömmsts bekannt .machte.

§. 169. Beide entschuldigten sieh, dass sie nicht selbstpersönlich erscheinen könnten, sendeten aber ihre schriftlichen

*) Der Auflauf des Volks war so stark und es nahm sowenigAnstand, seine Foderung in Ansehung des von Loneux mit Ungestiimman Tag zu legen, dass man gewiss glauben konnte, es würde alles mög-liche thun, solche geltend zu machen. Selbst nach bereits verfasslemUeborkömmst, ja, nachdem der Rath schon auseinander gegangen war,ward Secretarius Becker gezwungen, den Inhalt des verfassten Raths-schlusses einigen gemeinen Purschen, die nicht eher von der Stelleweichen, sondern gewiss wissen wollten, ob Loneux Bürgermeister ge-worden sey, oder nicht, in dem Audienzzimmer vorzulesen und dessenEinsicht zu gestatten.